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Bahn: Das Rad fährt mit

Viele Änderungen

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Konsument 6/2005 veröffentlicht: 21.05.2005

Inhalt

Besondere Angebote

Bei Ausflügen in die nähere Umgebung übersteigen die Kosten für die Räder jene für die Personentickets oft deutlich. Diesen Preisschock vor allem für Vollpreiszahler versuchen die ÖBB durch das Angebot „1 Plus-Freizeitticket“ zu lindern: Reisen bis zu fünf Personen gemeinsam, gibt es eine Mitfahrerermäßigung, und die Fahrradmitnahme ist im Preis inkludiert. Und wenn eine Vorteilscard Familie vorhanden ist, fahren hier die Kinder unter 14 Jahren samt Rad gratis mit.

Fernzüge kosten mehr

Für Fernzüge gelten eigene Regeln. In IC-, EC-, EN- und D-Zügen (weißes Rad im schwarzen Rechteck im Fahrplan) reist das Rad merklich teurer: 6,80 Euro kostet die Fahrrad-Tageskarte für das „Intercity-Biking“. Mit dem Gratis-Radscheck ist die Fahrradmitnahme in beiden Kategorien kostenlos. Beim „Intercity-Biking“ ist eine Reservierung möglich, zu empfehlen und sogar im Preis inbegriffen (Gratis-Radscheck-Fahrer zahlen für die Reservierung 3,90 Euro auf). Demnächst soll man diese Fahrradkarten auch online buchen können.

Fahrrad ins Ausland

In einigen Zügen ist die Fahrradmitnahme ins Ausland möglich. „Biking international“ kostet 12 Euro. Die Mitnahme von Tandems, Erwachsenendreirädern und Kinder-Fahrradanhängern kostet gleich viel wie „normale“ Fahrräder. Zusammengelegte Klappräder können kostenlos als Reisegepäck mitgenommen werden.

Auch die meisten Privatbahnen befördern Fahrräder, zum Teil sogar kostenlos: so die Zillertalbahn ( www.zillertalbahn.at ) und die Graz-Köflacher Bahn ( www.gkb.at ). Stern & Hafferl in Oberösterreich ( www.stern-verkehr.at ), Salzburger Lokalbahn ( www.stadtbus.at ) und Montafoner Bahn ( www.montafonerbahn.at ) verrechnen fürs Fahrrad 1,20 Euro. Die Steiermärkischen Landesbahnen ( www.stlb.at ) verlangen wie die ÖBB 2,90 Euro für eine Tageskarte, ermäßigen aber für Kinder und Vorteilscard-Inhaber auf 0,80 Euro. Die Raab-Ödenburger Bahn ( www.raaberbahn.at ) nimmt Fahrräder zu ÖBB-Konditionen mit (ausgenommen morgendliche Pendlerzüge). Nur bei den Wiener Lokalbahnen gibt es keine Radmitnahme.

Vorausschicken ist problematisch

Will oder kann man das Rad nicht selbst im Zug transportieren, gibt es nur noch die kostspielige Möglichkeit des „Haus-Haus-Gepäck plus“. Dazu braucht man allerdings eine Empfangsadresse am Zielort, denn die Bahnhöfe bewahren keine Räder mehr auf. Preis: 1 Rad 21,40 Euro (mit Vorteilscard 16,40 Euro), 2 Räder 26,40 Euro (21,40 Euro), 3 Räder 31,40 Euro (25,40 Euro). Auch der Radverleih der ÖBB wurde wegrationalisiert. Die ÖBB kooperieren mit privaten Radverleihern vor Ort – falls vorhanden. Dabei erhalten Bahnkunden Rabatt (im Schnitt 15 Prozent).

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