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ÖBB: Fahrkartenautomaten

Automatisch Ärger

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Konsument 12/2002 veröffentlicht: 21.11.2002

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Defekte kosten Nerven und Geld

Doch die Folgen dieser Ausfallsquote sind für Konsumenten ungleich ärgerlicher als etwa bei Kaugummi-, Getränke- oder Zigarettenautomaten, kann doch bei einem ÖBB-Fahrscheinautomaten ein Nichtfunktionieren den Kunden teuer zu stehen kommen. Denn er fällt um die speziellen Automaten-Vergünstigungen um: einerseits, wenn er eine Vorteilscard hat, um den 5-prozentigen „Selbstbucherbonus“; andererseits, wenn die bargeldlose Zahlung nicht funktioniert, um die Benützung des neuen Bonus-Programms für Vorteilscard-Inhaber. Und wenn kein geöffneter Fahrkartenschalter vorhanden ist, muss der Kunde die Karte im Zug kaufen und, wenn der Schaffner den Defekt nicht glaubt, einen Preisaufschlag bezahlen.

Ohne Grundkenntnisse kaum beherrschbar

Auch einwandfrei funktionierende ÖBB-Fahrscheinautomaten verlangen vom Fahrgast mehr als bloße Fingerfertigkeit, um zum gewünschten Fahrschein zu kommen. Mit Grundkenntnissen des Tarifsystems des lokalen Verkehrsverbundes steigen die Chancen, dem Automaten den gewünschten Fahrschein zum richtigen Preis zu entlocken, deutlich. Auch Vertrautheit im Umgang mit Computern (z.B. richtige Deutung der farblichen Unterscheidung aktivierter von deaktivierten Bedienungsfeldern) erleichtert das Zurechtfinden sehr. Beides setzen die ÖBB offenbar voraus, denn erklärende Hilfstexte, die Unwissenden auf die Sprünge helfen könnten, fehlen. Selbst bei Fehleingaben bzw. ungültigen Eingaben sind die Rückmeldungen des Automaten sehr mangelhaft.

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