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Solarenergie: Kohle für die Sonne

Förderung durch Länder

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Konsument 4/2008 veröffentlicht: 26.03.2008

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Bei teilsolarer Raumheizung bestimmen Wärmedämmung des Gebäudes, bisherige Heizung und die Sonneneinstrahlung die Effizienz der Solaranlage mit. Oft sind vor dem Umstieg auf solare Raumwärme bauliche Energiesparmaßnahmen nötig, damit die Solaranlage einen sinnvollen Wirkungsgrad erreicht. Hier helfen die zuständigen Abteilungen nicht nur mit technischem Know-how, meistens werden auch die zur Steigerung der Energieeffizienz nötigen Investitionen gefördert. Neben diesen öffentlichen Informationsstellen, wo Auskünfte in der Regel kostenlos sind, gibt es private Organisationen, die bei der Planung einer Solaranlage helfen.

Förderung in der Praxis

Und so kann eine Förderung im privaten Bereich, also bei Einfamilienhäusern, im Detail aussehen: Das Burgenland zum Beispiel fördert die Errichtung von Anlagen mit erneuerbaren Energieträgern mit 30 Prozent der mit bezahlten Rechnungen nachgewiesenen Investitionen, bis zu einer gewissen Obergrenze. Diese beträgt bei einer Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung 1.500 Euro, bei einer teilsolaren Raumheizung 2.200 Euro. Oft wird die Förderung nach der Dimensionierung der Anlage bemessen. Herangezogen werden dazu die Größe der installierten Kollektorfläche (mit der Unterscheidung zwischen Standard- und Vakuumröhrenkollektoren, die teurer in der Anschaffung sind) und das Volumen des Solarspeichers.

Oberösterreich bezahlt pro Quadratmeter Standardkollektor 100 Euro, pro Quadratmeter Vakuumkollektor 140 Euro Wobei auch die Höchstgrenze mit 3.800 Euro großzügiger bemessen ist als in den meisten anderen Bundesländern. Voraussetzung für eine Förderung in dieser Höhe ist der Einbau eines Wärmemengenzählers, mit dem die Effektivität der Solaranlage eruiert werden kann. Am spendabelsten in Bezug auf die Höchstgrenze ist übrigens Tirol mit 4.000 Euro.

Zwei Berechnungsbeispiele

Zwei Beispiele sollen das Einsparungspotenzial einer Solaranlage aufzeigen:

• Ein Drei- bis Vier-Personen-Haushalt benötigt zur Brauchwassererwärmung 6 m2 Kollektorfläche und einen 300-Liter-Solarspeicher. Die Installation der kompletten Anlage kostet 5.500 Euro. Davon kann man durchschnittlich 1.375 Euro Landesförderung (25 Prozent), 550 Euro Gemeindeförderung (wenn es eine gibt) und 300 Euro Steuerersparnis (Sonderausgabe) abziehen. Bei einer Indach-Montage (die Sonnenkollektoren sind Teil des Daches) können noch einmal etwa 550 Euro an Kosten für die Dachziegel eingespart werden, womit sich die Investitionskosten um 2.775 Euro verringern.
Diese Anlage könnte also bei Ausschöpfen aller Förderungen lediglich 2.725 Euro kosten. Dazu kommt noch das eigentliche Ziel einer Solaranlage, das Einsparen bei fossilen Brennstoffen – bis zu 288 Euro im Jahr. Die Investitionen haben sich also in zehn Jahren amortisiert; und die Umwelt wird in diesen zehn Jahren von zehn Tonnen CO2 verschont.

• Bei einer Solaranlage zur teilsolaren Raumheizung für denselben Haushalt werden 15 m2 Kollektorfläche und ein 1.000-Liter-Solarspeicher benötigt. Die komplette Anlage inklusive Installation kostet 11.000 Euro. Beim optimalen Ausnützen der Förderungen und anderer Einsparungsmöglichkeiten können die Investitionskosten auf 6.700 Euro gesenkt werden. Die Einsparungen für konventionelle Energie belaufen sich auf bis zu 540 Euro pro Jahr, die Anlage rechnet sich innerhalb von 12 bis maximal 20 Jahren. Und 24 bis 40 Tonnen CO2 weniger werden in diesem Zeitraum in die Atmosphäre geblasen.

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