KONSUMENT.AT - Stromrechnungen - Marktorientierung erschwert

Stromrechnungen

Die Mehrheit hat resigniert

Seite 2 von 3

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 7/2010 veröffentlicht: 16.06.2010

Inhalt

Marktorientierung erschwert

Besonders schlecht ersichtlich sind Strom­preisänderungen: Fast drei Viertel ver­mögen nicht auf einen Blick zu erkennen, ob und wann sich der Preis verändert hat. 60 Prozent können nicht erkennen, welcher Anteil des Rechnungsbetrages auf den  Verbrauch und welcher auf die Netzkosten entfällt.

Das wäre deswegen so wichtig, weil der Konsument nur dann zu ermessen ver­mag, was er sich im Falle des Wechsels zu einem anderen Stromanbieter ersparen kann.

Die Netzkosten bleiben ja auch nach einem Wechsel gleich, ändern können sich nur die Energiekosten, also der Verbrauch.Große Verwirrung stiften die vielen Kosten­bestandteile, aus denen sich die Gesamt­kosten zusammensetzen: Elektrizitäts­abgabe, Gebrauchsabgabe, Messentgelt, Netz verlustentgelt … Die wenigsten können damit etwas anfangen.

Bei der Gebrauchs­abgabe sind es beispielsweise 24 Prozent. Demgegenüber geben 13 Prozent an, von diesem Begriff noch nie etwas gehört zu  haben – geschweige denn, ihn verständlich zu finden.

  • FRAGE: Sind folgende Begriffe für Sie verständlich?
    (Prozentsatz der "Ja"-Antworten)

 Bild: VKI

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
1 Stimme
Weiterlesen

Kommentare

  • Kommentar von HUMMEL
    von REDAKTION am 01.07.2010 um 10:55
    Eine Befragung, die sich an unsere Online-Leserinnen und Leser richtet, kann gar nicht repräsentativ sein, das haben wir auch nie zu vermitteln versucht. Wir haben hier einfach die Meinung unserer LeserInnen wiedergegeben. Wir wollen ganz bewusst Sprachrohr unserer LeserInnen sein und finden das ganz und gar nicht peinlich. Ihr Konsument-Team
  • Die Mehrheit hat resigniert
    von HUMMEL am 30.06.2010 um 22:38
    Ich halte es für verwegen, wenn man Onlineumfragen mit 213 (!) Teilnehmern als repräsentativ (Wie viele Haushalte mit eigener Stromrechnung gibt es eigentlich in Österreich?) zu verkaufen versucht. Mit der Veröffentlichung dieser Umfrage samt ihren teilweise peinlichen Schlussfolgerungen tut man dem "Konsument" nichts Gutes. Schade
  • Auskunft über Strompreise
    von karlrupert am 27.06.2010 um 11:17
    Ich habe sogar den Eindruck, dass zumindest die Linz AG (von da bezog ich früher) wie auch der Verbund (von da beziehe ich jetzt)ihre Call Center angewiesen haben, den Energiepreis möglichst nicht anzugeben. Ich habe mir schon vor Jahren ein Energiepreismessgerät gekauft. Und weil auch ich mir schwer tat, aus den Abrechnungen den wahren Energiepreis zu eruieren, kontaktierte ich dann das jeweilige EVU, um ihn zu erfragen und dann in das Messgerät einzugeben. Es war jedesmal das Gleiche - erst nach einiger Verhandlung und nach dem Hinweis, dass ich einen Preis für die Eingabe in ein Messgerät benötigte, wurde mir einer genannt.Ich war mir nicht immer sicher, ob er auch stimmte.