KONSUMENT.AT - Stromrechnungen - Abrechnung reformbedüftig

Stromrechnungen

Die Mehrheit hat resigniert

Seite 3 von 3

Konsument 7/2010 veröffentlicht: 16.06.2010

Inhalt

Lesbarkeit verbessern!

Da kann es nicht verwundern, dass mehr als vier Fünftel der Konsumenten dafür  plädieren, die Lesbarkeit von Stromrech­nungen zu verbessern. Auch viele Perso­nen, die die Abrechnung an sich verstehen, sprechen sich dafür aus. Offenbar sind sie der Ansicht, die Stromanbieter machen es ihren Kunden unnötig schwer, eine Rech­nung zu durchschauen.

Auffallend viele Teilnehmer an der Um frage sind Kunden von Verbundstrom. Das mag mit der hohen Unzufriedenheit der Verbund­Kunden zusammenhängen: Viele Neukun­den nehmen es dem Staatsunternehmen übel, dass sie mit einem Billigtarif geködert wurden, der dann sehr bald auf das Niveau der Mitbewerber hinaufschnalzte.

Deutliche Unterschiede dürfte es zwischen den Stromrechnungen der Landesgesell­schaften geben. Während 82 Prozent der EVN­Kunden ihre Rechnung nicht ver­stehen, oder gar 88 Prozent der TIWAG­Kunden, ist diese Zahl bei Kunden der Salz­burger und der Wiener Landesgesellschaft nur halb so hoch (rund 43 %).

  • FRAGE: Finden Sie Ihre Stromrechnung grundsätzlich verständlich?
    (Antworten nach Stromanbietern)

Bild: VKI 

Bild: VKI 

Die Umfrage belegt, dass die Form der Stromabrechnungen stark reformbedürftig ist. Sie bestätigt auch eine Untersuchung der E­Control aus dem Vorjahr, in der eine Musterrechnung der E­Control mit den Rechnungen von drei Landesversorgern verglichen wurde. 62 Prozent der Befragten fanden die Musterrechnung am besten –Verbesserungspotenzial ist also vorhan­den.

Übrigens läuft derzeit ein Test, bei dem die Abrechnung und die Informa­tionsfreudigkeit der Stromanbieter auf dem Prüfstand stehen (erscheint in der Oktober­Ausgabe von Konsument)

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
1 Stimme

Kommentare

  • Kommentar von HUMMEL
    von REDAKTION am 01.07.2010 um 10:55
    Eine Befragung, die sich an unsere Online-Leserinnen und Leser richtet, kann gar nicht repräsentativ sein, das haben wir auch nie zu vermitteln versucht. Wir haben hier einfach die Meinung unserer LeserInnen wiedergegeben. Wir wollen ganz bewusst Sprachrohr unserer LeserInnen sein und finden das ganz und gar nicht peinlich. Ihr Konsument-Team
  • Die Mehrheit hat resigniert
    von HUMMEL am 30.06.2010 um 22:38
    Ich halte es für verwegen, wenn man Onlineumfragen mit 213 (!) Teilnehmern als repräsentativ (Wie viele Haushalte mit eigener Stromrechnung gibt es eigentlich in Österreich?) zu verkaufen versucht. Mit der Veröffentlichung dieser Umfrage samt ihren teilweise peinlichen Schlussfolgerungen tut man dem "Konsument" nichts Gutes. Schade
  • Auskunft über Strompreise
    von karlrupert am 27.06.2010 um 11:17
    Ich habe sogar den Eindruck, dass zumindest die Linz AG (von da bezog ich früher) wie auch der Verbund (von da beziehe ich jetzt)ihre Call Center angewiesen haben, den Energiepreis möglichst nicht anzugeben. Ich habe mir schon vor Jahren ein Energiepreismessgerät gekauft. Und weil auch ich mir schwer tat, aus den Abrechnungen den wahren Energiepreis zu eruieren, kontaktierte ich dann das jeweilige EVU, um ihn zu erfragen und dann in das Messgerät einzugeben. Es war jedesmal das Gleiche - erst nach einiger Verhandlung und nach dem Hinweis, dass ich einen Preis für die Eingabe in ein Messgerät benötigte, wurde mir einer genannt.Ich war mir nicht immer sicher, ob er auch stimmte.