KONSUMENT.AT - Stromzähler: Smart-Meter - Geringes Sparpotential

Stromzähler: Smart-Meter

Smarte Geschäfte

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Konsument 3/2011 veröffentlicht: 18.02.2011, aktualisiert: 26.05.2011

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Geringes Sparpotenzial

Auf diese Weise könnte sich ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr laut ­einer Studie der E-Control rund 23 Euro ­ersparen. Zurückhaltender wird dies von der Energiewirtschaft selbst eingeschätzt, sie gibt das Einsparungspotenzial mit rund 12 Euro an. Dem stehen die Kosten für das Smart-Meter gegenüber, die noch nicht feststehen, vermutlich aber 200 bis 300 Euro ausmachen werden.

Kritiker, vor allem aus den Reihen von ­Konsumentenschutzorganisationen, halten aber selbst diesen bescheidenen Spareffekt für ungewiss. Zunächst hängt er von der ­Tarif­gestaltung der Netzbetreiber und Stromlieferanten ab. Wenn keine oder nur un­attraktive Billigtarife angeboten werden, hat der Konsument nichts davon. Außerdem muss man bereit sein, sich intensiv mit seinem Stromverbrauch auseinanderzusetzen – man sollte den Verbrauch zumindest im Monatsabstand analysieren, und man muss vielleicht auf lieb gewonnene Gewohnheiten verzichten. Um die erforderlichen Daten zu bekommen, benötigt man außerdem einen Internetanschluss.

Billigere Angebote nicht immer nutzbar

Nicht immer wird man billigere Angebote nutzen können. Ein Berufstätiger wird nicht um 12 Uhr mittags duschen können. Und ob die Nachbarn erfreut sind, wenn die Waschmaschine um drei Uhr nachts das Schleuderprogramm startet, darf bezweifelt werden.

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Kommentare

  • Smartmeter:
    von StzH am 05.06.2015 um 07:44
    Bisher wurde viel zur Überwachung der Verbrauchsgewohnheiten geschrieben über Zwangsmassnahmen durch den Energieversorger wenn der Kunde Zahlungsprobleme hat, usw. usw. Hat jemand erkannt, dass es damit möglich ist, zu erkennen ob eine Wohnung urlaubsbedingt lehr ist? Ein gefundenes Fressen für kriminelle Häcker die Einbrecherbanden mit diesen Informationen versorgen könnten. Und wiederum eine unnötige EU-Massnahme vorzuschreiben, dass mindestens 80% der Stromabnehmer mit diesen Zählern ausgerüstet sein müssen. („Gurkenkrümmung“). Es wäre doch völlig ausreichend wenn diese Zähler eben NUR den „Strom zählen“ würden und, wie bisher nur einmal im Jahr fern abgelesen würden. Schon bei monatlicher Ablesung kann das Problem mit dem Urlaub virulent werden.
  • Die Stromversorgung - unsere wichtigste Infrastruktur
    von Herbert Saurugg am 07.01.2013 um 21:05
    Wenn man die Smart Meter Diskussionen verfolgt, muss man leider feststellen, dass die Tragweite dieses Schrittes in keinster Weise Bewusst ist noch wirklich verstanden wird. Die Sicherheitsdiskussionen drehen sich vorwiegend um das Thema Datenschutz. Was kaum zu beobachten ist, ist eine Diskussion um die Systemsicherheit der Stromversorgung. Die ursprünglichen Themen für die Einführung von Smart Meter - den Strombedarf zu senken, bzw. ein Lastverschiebung zu ermöglichen, um den teuren Spitzenstrombedarf zu senken - sind kaum mehr ein Thema bzw. in den bisherigen Pilotprojekten als kaum realistisch ermittelt worden. Damit bleibt ein Computer - einer wie jeder andere, der angreifbar ist, bzw. wo die Begehrlichkeiten aufgrund des Umfanges steigen - der die unsichere IKT-Welt mit unserer wichtigsten Infrastruktur - der Stromversorgung verbindet. Eine Vielzahl von wichtigen Fragen wurden bisher nicht angesprochen, wie etwa Daher sind vor einer Einführung auch zahlreiche Rechtsfragen zu klären. * Wer haftet, wenn ein IKT-Sicherheitsrisiko eintritt und es vor allem zu Schäden kommt? * Wer bezahlt einen erforderlichen Hardwaretausch aufgrund eines Designfehlers? * Wie wird vorgegangen, wenn ein Versorgungsunternehmen oder Hersteller aufgrund eines Fehlers bei einer Vielzahl von Endgeräten erpresst wird? * Welche Auswirkungen haben diese Risiken auf das gesamtstaatliche Krisenmanagement? * u.s.w. Der Einsatz einer neuen Zählergeneration im Stromnetz erscheint unvermeitlich. Offen ist dabei aber, ob einfache digitale Zähler mit wenig Angriffsflächen ausreichen, oder ob es notwendig ist, eine "eierlegende Wollmilchsau" zu implementieren, die in der österreichischen Variante auch noch dazu aus der ferne abschaltbar sein muss. Tiefergehende Analysen bietet Verein Cyber Security Austria - Verein zur Förderung der Sicherheit Österreichs strategischer Infrastruktur - auf seiner Homepage an. www.cybersecurityaustria.at
  • dies technische Beschreibung
    von chabron am 26.03.2011 um 11:29
    des Zählers ist mehr als Laienhaft verfasst ist das ein "Hellsehzähler" der genau weiß "aha jetzt läuft die Waschmaschine....aha der Trockner wurde 45 Minuten später zugeschaltet" ein wirklich "gscheites Gerät" der Teuerenergiezähler, der vermutlich gleich den Messgerätepreis empo schnellen lässt -(
  • Es lebe die Panikmache
    von Reg1na am 02.03.2011 um 14:18
    Und wie möchte der Zähler wissen, ob ein Fernseher oder eine Backrohr den Strom verbraucht hat? Ob eine Person 4 Stunden ferngesehen hat oder 2 Personen je 2 Stunden? Ob ich zweimal täglich geduscht habe (was ich gar nicht mit Strom tue) oder 2 Personen einmal? Ein Teenager duscht wahrscheinlich noch mit 5x so viel Wasser wie der Durchschnitts-Elternteil. Bin ich zu Hause oder läuft nur das Aquarium und die Waschmaschine? Rechnungsmanipulation: die Diskussion überleben wir beim Telefon schon seit Jahrzehnten und eine Leitung an einen fremden Zähler anzuhängen, sollen auch schon Leute geschafft haben. Um mit einem Schlag tausenden Haushalten den Strom abzudrehen, eignen sich Bauarbeiten viel besser als das Hacken von Stromzählern -)