KONSUMENT.AT - Mobiles Internet - Ernüchternde Messwerte

Mobiles Internet

Nur nicht hudeln

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Konsument 4/2010 veröffentlicht: 17.03.2010, aktualisiert: 23.03.2010

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Megabit und Megabyte

Nun kann ein Normalverbraucher mit der Einheit Megabit pro Sekunde (kurz Mbit/s) wenig anfangen und sie schon gar nicht in Geschwindigkeit umlegen. Eine Vorstellung davon, wie schnell mobiles Internet sein könnte, bekommt man schon eher bei der Umrechnung in Megabyte (MB): 1 Megabyte (MB) = 8 Megabit (Mbit).

Und 1 MB entspricht einem mit einer Kompaktkamera geschossenen, durchschnittlich großen Digitalfoto. Das sollte innerhalb von nur einer Sekunde aus dem Internet auf den Computer heruntergeladen werden. Genau genommen ist es eine Spur weniger (da ja 7,2 Mbit pro Sekunde versprochen werden), nämlich exakt 0,9 MB pro Sekunde.

Ernüchternde Messwerte

Eine Wunschvorstellung, wie die User feststellen müssen und wie die Messwerte unseres aktuellen Tests bestätigen. In der Tabelle findet sich unter anderem der Mittelwert für die Übertragung von 1 MB per E-Mail. 8 Sekunden waren die Bestleistung, die meisten Modems benötigten zwischen 25 und 40 Sekunden.

Gegenüber früheren Tests sind die Übertragungsgeschwindigkeiten sogar eher noch gesunken. Möglicherweise ist das mobile Internet ja Opfer seines eigenen Markterfolges geworden? Die vorhandene Bandbreite innerhalb einer Mobilfunkzelle muss nämlich geteilt werden. Je mehr User gleichzeitig online sind, desto weniger steht für den Einzelnen zur Verfügung. Oder wie ein Kunde im Handyshop zu hören bekam: „7,2 MB können im Prinzip nur dann erreicht werden, wenn man als Nutzer alleine auf eine Sendeantenne zugreift.“

In Ballungsräumen ist das selbst in der Nacht ein eher unwahrscheinliches Szenario. Außerhalb davon ist das dafür notwendige UMTS/HSDPA-Netz lückenhaft und man ist auf das von Haus aus deutlich langsamere GPRS/EDGE angewiesen. Dieses bringt es auf maximal 264 Kilobit (kbit) pro Sekunde, also auf rund ein Viertel von einem Mbit.

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Kommentare

  • Direkt angeschlossen vs. Modem über Datenkabel
    von Benuzter gelöscht am 08.12.2010 um 14:14
    Im Jänner 2010 war ich 3 Wochen in Kärnten in einem Gebiet mit einer relativ schlechten HSDPA Abdeckung. Mein Zimmernachbar hatte einen Stick und konnte nur eine GPRS Verbindung zustande bringen. Ich hatte mein spezial langes Y-USB Kabel dabei (Y = 2 USB Anschlüsse für zusätzlichen Strom) und konnte daher das Modem näher ans Fenster bringen. Der Empfang war dann auch HSDPA mit 3,6MBit/sec. Mein Nachbar konnte es nicht glauben dass das so einen Unterschied machen würde. Also, IMMER ein USB Verlängerungskabel mitnehmen. Man weiss nie welche Bedingungen man vorfindet.
  • Extrem Standortabhängig
    von tiger46 am 08.06.2010 um 20:03
    Da die Sticks extrem standortabhängig sind, empfehle ich bei hauptsächlich stationärem Gebrauch ganz einfach sich 2, 3 Sticks zu besorgen zu testen und dann wieder retour geben. Dazu hat man nämlich 14 Tage Zeit. In Wien würde ich eher zu Drei oder Bob greifen (auch preistechnisch), da mir A1 zu teuer ist. Drei hatte ich schon und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Nun habe ich T-Mobile für mein iPhone und wenn ich in Wien unterwegs bin ist der Emfang nahezu überall wesentlich schlechter als mit Drei. Glg
  • Mobiles Internet - Kosten!
    von StzH am 25.03.2010 um 17:27
    Ich habe mir für den Internetzugang im Garten YESSS angelacht. So weit so gut. Nur das mit den Datentransferkosten ist eigenartig. Man kann sich bei YESSS einloggen und das verbrauchte Datenvolumen einsehen. Ausserdem gibt es ein Protokoll wieviel Datenvolumen Down- bzw. Uploaded (furchtbares Wort) wurde. Und siehe da: das Protokoll weist nur etwas 60% des Datentransfervolumens aus, und das entspricht etwa der tatsächlichen Menge der heruntergeladenen Daten. D.h. der tatsächliche Datentransfer ist nachezu doppelt so hoch wie die Nutzdaten. Das Protokoll zeigt nur die Nutzdaten. Die restlichen Daten werden für das Übertragunsverfahren verwendet, müssen aber auch bezahlt werden. Damit ist der Preis für das Megabyte Nutzdaten etwa doppelt so hoch als in der Werbung angepriesen. Wie andere Anbieter das Transfervolumen verrechnen weiss ich natürlich nicht, dies wäre wohl auch einen Test wert. Ing. Schultz Heinz.