KONSUMENT.AT - ÖBB - Notbremse und Türnottaste

ÖBB

Bahn fahren - aber sicher!

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Konsument 6/2009 veröffentlicht: 29.05.2009

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Auch Reisende können bei Gefahr für die eigene Sicherheit oder die anderer Per­sonen den Zug mittels Notbremse oder Türnottaste zum Stehen bringen. Wer dies missbräuchlich tut – oder durch sein Verhalten das Betätigen durch andere Per­sonen verursacht – muss 73 Euro Strafe zahlen. Eine Notbremsüberbrückung ermöglicht es dem Lokführer aber, trotz Notbremsung durch einen Fahrgast den Zug weiterzufahren, etwa im Brandfall aus ­einem Tunnel heraus.

EU-Eisenbahnsicherheitsrichtlinie

Im Jahr 2006 wurde die EU-Eisenbahn­sicherheitsrichtlinie in Österreich umgesetzt, allerdings ohne Einrichtung einer eigenen Sicherheitsbehörde zur Kontrolle und Überwachung des liberalisierten Eisen­bahn­verkehrs, wie etwa die Arbeiterkammer regelmäßig kritisiert.

In die Medien geriet das Thema Sicherheit bei den ÖBB in den letzten Wochen durch einen Gerichtsprozess, der mangelhaftes Krisenmanagement der ÖBB nach einem Unfall im Dezember 2006 offenbarte, bei dem eine Polizistin, ihr Vorgesetzter und der Leichenbestatter in Vorarlberg bei der Bergung einer Leiche von einem Schnellzug erfasst und getötet wurden.

Gefährlich: Schienen überqueren

Ist auch das Fahren im Zug statistisch ge­sehen sehr sicher, so stellt das Queren von ­Gleisen im Auto oder zu Fuß eine immer ­wieder unterschätzte Gefahrenquelle dar. Das Risiko, bei einem Zusammenstoß ­ge­tötet zu werden, ist auf einer Eisen­bahnkreuzung 14 Mal größer als im ­„normalen“ Straßenverkehr. Besonders „vertraute“ Querungen verleiten leicht zur Unachtsamkeit.

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