KONSUMENT.AT - Einlagensicherung neu - Was unter die Einlagensicherung fällt, und was nicht

Einlagensicherung neu

Banken in der Verantwortung

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KONSUMENT 2/2016 veröffentlicht: 28.01.2016, aktualisiert: 25.02.2016

Inhalt

Was unter die Einlagensicherung fällt, und was nicht

Unter die Einlagensicherung fallen:

•    Kontoguthaben (private wie berufliche) auf Girokonten, Quick-Cards, täglich fälligen Sparkonten usw.
•    Spareinlagen auf Sparbüchern, Spar-Cards, Bausparkonten
•    Zinsen und Zinsansprüche, die sich bis zum Sicherungsfall angehäuft haben
•    auf einem Konto gutgeschriebene Dividenden, Zinszahlungen und Verkaufserlöse aus Wertpapieren
•    auf einem Konto gutgeschriebene Verkaufserlöse aus privat genutzten Immobilien
•    Einlagen aus einer strafrechtlichen Entschädigung (zum Beispiel bei überlangen Verfahren oder nach ungerechtfertigter Haft) oder aus der Erstattung für ein bestimmtes Lebensereignis, etwa Pensionsantritt, Invalidität oder Tod (in der Praxis sind somit Versicherungsleistungen wie eine Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung erfasst)
•    Gemeinschaftskonten: Bei zwei Zeichnungsberechtigten wird das Kontoguthaben zu gleichen Teilen auf die Inhaber aufgeteilt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, bei der Bank einen anderen Verteilungsschlüssel zu wählen. Das könnte dann interessant sein, wenn der eine Kontoinhaber mit seinen Konto- und Spareinlagen bei diesem Institut schon an der 100.000-Euro-Grenze liegt.


Nicht unter die Einlagensicherung fallen:

•    Losungswortsparbücher ohne Identifikation (dem Inhaber bleiben aber 12 Monate Zeit, um sich nach einem Sicherungsfall mit Name und Adresse zu identifizieren, dann kommt auch er in den Genuss der Einlagensicherung).
•    Wertpapiere allgemein und Schuldverschreibungen der jeweiligen Bank wie Pfandbriefe, Kassenobligationen, Partizipationskapital, Anleihen, Aktien, Optionen, Zertifikate und Ähnliches. Für sie gibt es die Anlegerentschädigung (siehe Inhaltsverzeichnis "Anlegerentschädigung").

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Kommentare

  • Einlagensicherung
    von rschmalhofer am 28.01.2016 um 21:42
    Derzeit ist es bei einzelnen Instituten, die in Schwierigkeiten sind, wahrscheinlich dass die Einlagensicherung funktioniert, aber was ist bei Wirtschaftskrisen? In diesen Fällen wird es kein Halten mehr geben. Denn die Sicherung ist nur so stark wie die Banken und der Staat. Die Leute wollen dann Alle schnellstens ihr Erspartes haben. "aus verständlichen Gründen" wird in diesem Beitrag darauf nicht eingegangen. China, Pandemie, Flüchtlingskriesen, Terror, Klimaaenderung...... Es geht noch billiger auf Kosten Anderer. Unbegrenztes Wachstum? Schöne Aussichten!!!