KONSUMENT.AT - Bio: Brot und Gebäck - Hofer informiert über Hersteller

Bio: Brot und Gebäck

Aufs Korn genommen

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KONSUMENT 1/2013 veröffentlicht: 27.12.2012

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Brotprüfung durch Profis

Unsere Einkäufe ließen wir diesmal von den Experten der Versuchsanstalt für Getreideverarbeitung (VFG) begutachten. Bei einer umfangreichen Brotprüfung wurden alle Produkte von den Profis beurteilt. Wie die Ergebnisse zeigen, sind Top-Noten rar. Lediglich vier Brote erhielten die volle Punktezahl. Neben dem G’schmackigen Roggenloab und dem Vollkorn Dinkelbrot von Zurück zum ­Ursprung konnten auch das Dreizinnenbrot, ein Roggenbrot von Fine Food und das ­Tiroler Roggenbrot von Bio vom Berg überzeugen.

Hinter Bio vom Berg steht übrigens ein Tiroler Projekt, das seit rund 10 Jahren existiert. Das Mehl kommt von etwa 20 Tiroler Bauern, die ihren Bio-Roggen und Bio-Weizen auf verhältnismäßig kleinen Flächen anbauen. Das Brot wird in Kematen in Tirol gebacken und anschließend in den Filialen von „Der Bäcker Ruetz“ verkauft.

Kürbiskernweckerl ganz oben

Weniger gut fielen die Noten für Bio-Gebäck aus. Dort schaffte es nur ein Produkt ganz nach oben. Das am besten beurteilte Gebäck ist ein Kürbiskernweckerl, das von der Wiener Bäckereikette Felber kommt.

Hofer spricht Klartext

Wer im Supermarkt Brot und Gebäck einkauft, erfährt nur in den seltensten Fällen, welcher Betrieb die Ware produziert. Anders bei Hofer und seiner Eigenmarke Zurück zum Ursprung. Hier findet sich auf jeder Ver­packung der Hersteller. Zurück zum Ursprung wird allerdings nicht nur von einem, sondern von verschiedenen Backbetrieben beliefert. Einer davon ist Fischer Brot aus Linz/­Leonding, der neben der Brotfabrik Anker in Wien/Favoriten zu den Industriebetrieben unter den österreichischen Großbäckern ­gehört. Bio-Brot kann also durchaus auch aus der Fabrik kommen.

Letzter Platz für steirisches Produkt

Ob top oder ein Flop, darüber entscheidet bei Zurück zum Ursprung allein der Backbetrieb. So stammen beim Bio-Brot beide als erstklassig beurteilte Produkte aus der Salz­kammergut Bäckerei. Der Testverlierer, der fatalerweise ebenso wie eines der Top-Brote als G’schmackiger Roggenloab daherkommt, wird dagegen vom steirischen Großbäcker Teschl hergestellt und landete abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Bewertung

Wertung: 2 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Roggenloab von Zurück zum Ursprung in der Steiermark köstlichst
    von ams am 27.01.2013 um 21:18
    Die Geschmacksunterschiede beim "Roggenloab" von Zurück zum Ursprung (Hofer) kann ich persönlich bestätigen. Ein in der Steiermark/Graz Umgebung West gekaufter Roggenloab schmeckte sensationell knusprig, saftig und absolut vorzüglich, kurz gesagt: einfach göttlich. Es war ein Traum, in dieses Brot zu beißen und es x-Male vor dem Runterschlucken zu Kauen. Völlig begeistert von diesem außergewöhnlich leckeren Teil, landete dieses Brot mit demselben Namen/derselben Verpackung/dem gleichen Preis kurze Zeit später auch gleich in Wien voller Vorfreude im Einkaufskorb (leider weiß ich nicht mehr 100%-ig sicher, von welcher Hofer-Filiale, ich glaube es war ein Hofer im Bereich Wien Süd) - und der Geschmack war enttäuschend.
  • Brotprüfung und Sorten
    von REDAKTION am 07.01.2013 um 15:44

    Brotprüfung: Wir haben nach den Kriterien geprüft, die von der österreichischen Versuchsanstalt für Getreideverarbeitung (VFG) und der Deutschen Landwirtschafts-Gsellschaft (DLG) entwickelt wurden. Es handelt sich dabei um Standardkriterien, die allgemein anerkannt sind. Bei dieser Prüfung der Brot- und Gebäcksorten wird von Experten Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung (des Teiges) und Krumenbildung, Struktur und Elastiziät sowie Geruch und Geschmack bewertet. Aus diesen Einzelurteilen wird eine Gesamtbewertung erstellt.

    Die Ergebnisse der Brotprüfung durch Profis sind in unserem Test mit 90 Prozent gewichtet. Testauswahl: Natürlich würden wir gerne flächendeckend Brot und Gebäck einkaufen und analysieren lassen. Leider ist das weder finanziell noch personell möglich.

    Auch wenn es vielen nicht gefällt: Immer mehr Bäckereien müssen zusperren, weil die Konsumenten ihr Brot lieber im Supermarkt einkaufen. Wir haben daher auch das Angebot der großen 3 im österreichischen Lebensmittelhandel – Rewe, Spar, Hofer – unter die Lupe genommen. Weder Rewe noch Spar verraten ihren Kunden auf der Verpackung, von wem sie ihr Bio-Brot beziehen. Lediglich Hofer gibt an, wer ihn beliefert. Und da eine beliebte Brotsorte dort nicht nur von einem, sondern von mehreren Bäckern erzeugt wird, haben wir auch die unterschiedlichen Lieferanten getestet.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Brotprüfung
    von muzi am 04.01.2013 um 17:20
    Wer finanziert die "Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft". Sie ist sicher eine staatliche Gesellschaft und einzelne Prüfungen werden wahrscheinlich von der Industrie mitfinanziert. Daher ist das Prüfungsergebnis nur bedingt aussagekräftig.
  • Auswahl der Sorten
    von Grouper am 30.12.2012 um 08:19
    Um auf die Kommentatorin vor mir einzugehen: Interessant ist auch, daß es die - regionale - Fa. Felber in die Auswahl schaffte, die zwar auch regionale, aber weitaus ältere und einschlägig bekanntere Fa. Gradwohl jedoch nicht. Und daß es ausgerechnet beim Brot und Gebäck die Fa. Hofer mit ihren Produkten in die Auswahl schafft, kann nur noch verwundern, kauft doch sicher nicht die Mehrheit der Österreicher ihr Brot und Gebäck beim Hofer.
  • Ich verlange immer VOLLKORNBROT
    von durchschaut am 28.12.2012 um 13:55
    Tatsache ist, wenn ich in einem Markt beim Verkaufspersonal ein VOLLKORNBROT verlange, greifen 9 von 10 zu einem Brot VOLL MIT KORN. Egal ob voll mit Sonnenblumen oder Sesam oder sonstwas bestreut.