KONSUMENT.AT - Hühner Nuggets - Panadenanteil und Fettgehalt

Hühner Nuggets

Da lacht kein Huhn

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KONSUMENT 9/2011 veröffentlicht: 25.07.2011

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Fleisch mit Hülle

Abgesehen von diesem Ausreißer sind die einzelnen Produkte, was die Zutaten anlangt, untereinander gut vergleichbar. Auf allen Nuggets findet sich der enthaltene Fleischanteil in Prozent. Bei der Hälfte der Proben ist auch angegeben, wie viel Panade die Happen umhüllt. Wir schauten nach, ob diese Angaben auch stimmen.

Alle Nuggets wurden gewogen und die Abweichung bestimmt. Hier gab es nichts zu beanstanden. Das Gewicht passte, der Inhalt jeder Packung entsprach dem jeweils ausgewiesenen Nettogewicht.

Panade pro Stück

Überrascht hat uns aber, wie viel Panade man pro Stück futtert und wie verschieden hoch die Gewichtung bei den einzelnen Produkten war. Die wenigste Panier fand sich bei S Budget mit einem Anteil von 35 Prozent, die meiste bei Glenfell mit 45 Prozent. Hier geht es schon in Richtung halbe-halbe. Für Fleischtiger wohl nicht ganz das ideale Produkt.

Fettgehalt der Nuggets: zwischen 5 und 18%

Wo Fleisch und Panier sind, ist natürlich Fett. Das allerdings in erstaunlich unterschiedlichen Mengen, nämlich zwischen 5 und 18 Prozent Fett je nach Produkt. Als magerste erwiesen sich hier die Nuggets von Hofer, als fetteste jene von S Budget. Dieses Produkt von Spar war uns bereits bei der Fleischzusammensetzung negativ aufgefallen.

Bestimmt wurde aber nicht nur der Fettgehalt der Proben beim Erhitzen im Backrohr, sondern auch beim Herausbraten in der Pfanne, wofür eine immer gleiche standardisierte Fettmenge verwendet wurde.

Interessantes Ergebnis: Die Zubereitung im Backrohr spart nicht automatisch Fett. So enthalten die Nuggets von Gourmet Gold und Iglo aus der Pfanne geringfügig weniger Fett als jene aus dem Backrohr.

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Kommentare

  • Panierte Gummibärchen
    von NETclub50plus am 21.09.2011 um 16:10
    Die unterschiedlichen Geschmacksurteile der Tester sind wahrlich bemerkenswert. Insofern wäre es interessant zu wissen, wer von diesen bereits einer "McDonald s"-geschädigten Generation angehört und wer nicht, bzw. wie sie dessen Produkte im Geschmacksvergleich zu den getesteten beurteilen. Kernsatz des Artikels für mich: "Wer bei diesen Nuggets zugreift, verspeist … „reichlich brätartig schaumige, stärkehaltige Masse mit Muskelfasern, gewachsene Skelettmuskulatur, Bindegewebe, Gewürzteile“ und manchmal auch „Geflügelhaut“." In jedem Wirtshaus würde man das angeekelt stehen lassen, daheim schon gar nicht auf den Tisch bringen wollen – wüsste man, was man da auf dem Teller hat. Auch wenn es vom Lebensmittelrecht her offenbar okay ist (dort darf ja auch Fruchtsaft, der mit bis zu 50 Prozent mit Wasser verdünnt ist, hochtrabend als "Nektar" bezeichnet werden) - mich erinnert die Bestimmung doch recht intensiv an die einschlägigen Bestimmungen für Tiernahrung in die darf neben den namensgebenden Bestandteilen (meist nur in Mini-Quantitäten vorhanden) auch so gut wie alles reinkommen, was man lieber gar nicht wissen möchte.