KONSUMENT.AT - Hühner Nuggets - Verdammt hart ...

Hühner Nuggets

Da lacht kein Huhn

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KONSUMENT 9/2011 veröffentlicht: 25.07.2011

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Verdammt hart ...

Manchmal passiert es, dass wir etwas testen, was es nach Abschluss unserer Untersuchung nicht mehr zu kaufen gibt. Das ist fast immer höchst ärgerlich, im Fall der Hühner Nuggets aber erfreulich. Betroffen davon sind Quality First und Perdix, zwei bei Rewe (Merkur, Billa, Penny, Adeg) angebotene Produkte.

Hühnerfilet Nuggets von Quality First

HühnerFiletNuggets Quality first (Bild: VKI/K. Schreiner) 

Für die Hühnerfilet Nuggets von Quality First, die inzwischen aufgelassen sind, als Restbestände aber noch in den Filialen von Billa und Merkur liegen können, wäre in unserem Test nur ein „Weniger zufriedenstellend“ drin gewesen. Es war das einzige Produkt, bei dem sich unsere Tester in der Verkostung einig waren. Auf die Frage: „Würden Sie dieses Produkt kaufen?“ antworteten ausnahmslos alle mit „Nein“. So etwas kommt selten vor!

Chicken Nuggets von Perdix

 Chicken Nuggets Perdix (Bild: VKI/K. Schreiner)

Perdix, das seit Juli nicht mehr bei Merkur erhältlich ist, hätte noch schlechter, nämlich „nicht zufriedenstellend“ abgeschnitten. So wie bei S Budget steht auch hier der Verdacht im Raum, dass für die Herstellung der Nuggets Separatorenfleisch eingesetzt wurde, ohne das, wie vorgeschrieben, zu deklarieren. Die Nuggets waren außerdem mit Paprikaextrakt gefärbt, was bei Fleisch- und Geflügelerzeugnissen schlicht verboten ist.

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Kommentare

  • Panierte Gummibärchen
    von NETclub50plus am 21.09.2011 um 16:10
    Die unterschiedlichen Geschmacksurteile der Tester sind wahrlich bemerkenswert. Insofern wäre es interessant zu wissen, wer von diesen bereits einer "McDonald s"-geschädigten Generation angehört und wer nicht, bzw. wie sie dessen Produkte im Geschmacksvergleich zu den getesteten beurteilen. Kernsatz des Artikels für mich: "Wer bei diesen Nuggets zugreift, verspeist … „reichlich brätartig schaumige, stärkehaltige Masse mit Muskelfasern, gewachsene Skelettmuskulatur, Bindegewebe, Gewürzteile“ und manchmal auch „Geflügelhaut“." In jedem Wirtshaus würde man das angeekelt stehen lassen, daheim schon gar nicht auf den Tisch bringen wollen – wüsste man, was man da auf dem Teller hat. Auch wenn es vom Lebensmittelrecht her offenbar okay ist (dort darf ja auch Fruchtsaft, der mit bis zu 50 Prozent mit Wasser verdünnt ist, hochtrabend als "Nektar" bezeichnet werden) - mich erinnert die Bestimmung doch recht intensiv an die einschlägigen Bestimmungen für Tiernahrung in die darf neben den namensgebenden Bestandteilen (meist nur in Mini-Quantitäten vorhanden) auch so gut wie alles reinkommen, was man lieber gar nicht wissen möchte.