KONSUMENT.AT - Kaffee zum Mitnehmen - Wartezeiten, Atmosphäre

Kaffee zum Mitnehmen

Wenn der Ober Pause macht

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Konsument 3/2003 veröffentlicht: 23.02.2003

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Schnelligkeit bzw. Wartezeiten

Schnelligkeit sollte in dieser Branche doppelt zählen. Dennoch sind Wartezeiten von fünf Minuten und mehr keine Seltenheit. Am meisten wurden die Nerven unserer Tester bei McDonald’s strapaziert: Der Spitzenwert wurde am Standort Singerstraße mit 17 Minuten gemessen. Natürlich ist die Wartezeit in Relation zum Publikumsandrang zu sehen. Aber auch im Hinblick auf unnötige Wartezeiten schneidet der Hamburger-Konzern am schlechtesten ab. Auch das zweigeteilte System von Starbucks – einer nimmt die Bestellung auf, ein zweiter bereitet das Getränk zu – bewirkt nicht gerade eine Verkürzung der Wartezeit. Am ehesten entsprechen Coffeeshop Company, Nescafé Bar und Mann.

Auch Atmosphäre zählt

Wie’s in den Lokalen aussieht, mag vielleicht den Laufkunden (durchaus wörtlich zu nehmen) egal sein, doch viele Leute möchten zumindest für ein paar Minuten im Shop verweilen. Da sind die neuen Coffeeshop-Ketten mit ihrer Detailverliebtheit den älteren Anbietern, wo die Funktionalität dominiert, überlegen. So bieten die Neuen die Möglichkeit, sich neben Milch und Zucker den Kaffee auch noch mit anderen Zutaten zu verfeinern: mit Kakaopulver, Zimt, Muskatnuss oder auch fettreduzierter Milch. Am schlechtesten wurden die Bedingungen der Nescafé Bar am Wiener Westbahnhof eingestuft, der Charme eines Bahnhofslokals ist nicht zu leugnen.