KONSUMENT.AT - Lebensmittelherkunft - Geschützte Bezeichnungen

Lebensmittelherkunft

Rotweißrote Spuren

Seite 3 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 10/2010 veröffentlicht: 16.09.2010

Inhalt

„geschützte Ursprungsbezeichnung – gU“

Die Herkunftsbezeichnung von Lebens­mitteln ist EU-weit auf drei Arten geregelt: Die „geschützte Ursprungsbezeichnung – gU“ legt fest, dass Erzeugung und Verarbeitung eines Produkts in einem bestimmten geografischen Gebiet nach ­einem anerkannten und festgelegten Verfahren erfolgen. Das bedeutet, dass auch die Rohstoffe aus diesem Gebiet kommen müssen.

„geschützte geographische Angabe – ggA“

Weniger strikt ist die Richtlinie für die ­„geschützte geographische Angabe – ggA“, die lediglich eine „enge Verbindung“ der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und ­Lebensmittel mit dem Herkunftsgebiet fordert. Wie eng diese Verbindung ist, hängt von individuellen – freiwilligen! – Zusatz­bestimmungen für die jeweilige Produkt­gruppe ab.

So muss die Rohware für „Gail­taler Speck ggA“ aufgrund der freiwilligen Selbstverpflichtung der Produzenten vorwiegend aus dem Gailtal stammen und darf nur in Ausnahmefällen aus Restkärnten zugekauft werden. Das Fleisch für den „Tiroler Speck ggA“ darf hingegen mangels einer solchen Verpflichtung auch aus dem Ausland zugekauft werden. Es reicht in diesem Fall, dass der Speck in Tirol hergestellt wird. Trau, schau, wem?

„Garantiert traditionelle Spezialität – gtS“

„Garantiert traditionelle Spezialität – gtS“ darf sich ein Produkt nennen, das aufgrund der verwendeten Rohstoffe oder seiner ­Zusammensetzung oder der Herstellungs- bzw. Verarbeitungsart als traditionell einzustufen ist.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
5 Stimmen
Weiterlesen