KONSUMENT.AT - Scholle: tiefgekühlt oder offen - Korrekte Kennzeichnung, keine Fadenwürmer (Nematoden)

Scholle: tiefgekühlt oder offen

Echt platt

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KONSUMENT 4/2013 veröffentlicht: 20.03.2013

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Immer der Nase nach

Für unseren Test nahmen wir aus den Tiefkühltruhen der großen Lebensmittelketten insgesamt 10 verpackte Schollen mit. Aus den Fischtheken mit zerstoßenem Eis ließen wir uns 6 Filets einpacken. Alle Einkäufe ­wurden sofort gekühlt in die Untersuchungsanstalt gebracht. Bevor die einzelnen Proben zur genauen Untersuchung ins Labor wanderten, wurden sie von Experten fach­männisch begutachtet. Bereits hier waren die Ergebnisse erfreulich.

Kennzeichnung gut

Bis auf Polarfrost waren alle verpackten Filets korrekt gekennzeichnet. Ein echt feines Ergebnis angesichts der Fehler, die sonst in diesem Bereich immer wieder passierten. Und bei Aussehen und Geruch (Organoleptik) gab es überhapt nichts zu beanstanden.

Basisch flüchtiger Stickstoff

Natürlich wurde die Frische nicht nur mit der Nase beurteilt. Ein mindestens so wichtiges Kriterium ist der Gehalt an basisch flüchtigem Stickstoff. Er darf bei maximal 300 Milligramm (mg) pro Kilogramm Fisch liegen. Die Analyse im Labor zeigte: Auf die Nase ist Verlass. Bei den verpackten Schollen waren gerade einmal 56 bis 123 mg basisch flüch­tiger Stickstoff pro Kilo Filet nachweisbar. Beim offen angebotenen Fisch lagen die Werte mit 98 bis 177 mg/kg Scholle zwar ­etwas höher, aber immer noch weit unter dem maximal zulässigen Wert.

Nematoden (Fadenwürmer)

Auch vor Nematoden muss sich niemand ­fürchten. Darunter versteht man Faden­würmer, die als Parasiten in Meeresfischen ­leben. Nach der Fischhygiene-Verordnung ­dürfen befallene Tiere erst gar nicht auf den Markt kommen. Das Kontrollsystem funk­tio­niert offensichtlich, denn es konnten in keiner einzigen Probe Nematoden nachgewiesen werden.

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