KONSUMENT.AT - Scholle: tiefgekühlt oder offen - Vom Goldbutt bis zur Maischolle

Scholle: tiefgekühlt oder offen

Echt platt

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KONSUMENT 4/2013 veröffentlicht: 20.03.2013

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Vom Goldbutt bis zur Maischolle

Die Scholle zählt zur Familie der Plattfische (Pleuronectidae), zu der beispielsweise auch ­Flunder und Heilbutt gehören. Da ihre braune Oberseite – im Gegensatz zur weißen Unter­seite – mit zahlreichen rötlichen bis gelblichen Punkten gesprenkelt ist, wird sie auch Goldbutt genannt. Schollen sind in der Lage, sich zur Tarnung farblich dem Untergrund ­anzupassen. Die Tiere gehen nachts im flachen Wasser auf Beutejagd nach Borstenwürmern, Krebsen, dünnschaligen Muscheln und Schnecken. Untertags vergraben sie sich zum Schutz im Sand. Männliche Schollen werden nach drei bis vier Jahren geschlechtsreif, weibliche ­hingegen erst nach sechs bis neun Jahren.

Wirtschaftlich sehr wichtig

Die Scholle ist eine der wirtschaftlich wichtigsten Speisefische. Weltweit werden pro Jahr rund 100.000 bis 120.000 Tonnen aus dem Meer geholt. Anders als früher erreichen die Tiere nicht mehr eine Größe von 100 cm, sondern sie werden schon mit 25 bis 40 cm gefangen. Damit werden große Teile der Schollenpopulation bereits vor der Geschlechtsreife an Land gebracht. Wegen der starkten Überfischung hat sich in den letzten Jahren die Zahl der fortpflanzungs­fähigen Tiere halbiert.

Im Mai besonders lecker

Im Mai hat die Scholle besonders viel schmackhaftes und zartes Fleisch. Sie kommt dann unter der Bezeichnung Maischolle in den Handel und ist eine begehrte Frühlingsspezialität.

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