KONSUMENT.AT - Thunfisch in Gefahr - Die wichtigsten Arten

Thunfisch in Gefahr

Fischbestände dramatisch reduziert

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Konsument 11/2010 veröffentlicht: 13.10.2010

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Die wichtigsten Arten, gereiht nach Größe bzw. Gewicht:

  • Der Rote Thunfisch (Northern Bluefin ­Tuna) kann fast 5 m lang und 400 kg schwer werden. Mit ihm sind die höchs­ten Preise zu erzielen, der Kilopreis für den fast ausschließlich roh verzehrten Fisch kann 500 Euro erreichen. Diese Art steht knapp vor dem Aussterben.
  • Ebenso vom Aussterben bedroht ist der Blauflossen-Thunfisch (Southern Bluefin Tuna), auch er wird von Sushi- und Sa­shimi-Liebhabern heiß begehrt.
  • Dem Großaugen-Thunfisch (Bigeye Tuna) geht es nicht viel besser, er gilt als gefährdet. Er wird als Sashimi, als Filet, aber auch in Dosen angeboten.
  • Die Bestände des Gelbflossen-Thun­fisches (Yellowfin Tuna) werden zumindest teilweise als kritisch angesehen. Er wird vor allem als Dosenware vermarktet.
  • Beim Weißen Thunfisch (Albacore Tuna) gibt es keine gesicherte Datengrundlage. "Besser nicht kaufen", empfiehlt daher Greenpeace – ausgenommen Produkte mit dem MSC-Gütesiegel. Er ist der Dosen-Thunfisch mit der höchsten Qualität.
  • Die kleinste Thunfischart ist der Bonito oder Skipjack (lat. Katsuwonus pelamis), er wird bis zu 1 m lang. Kommt in großen Mengen als Dosenfisch auf den Markt. Die Bestände im Atlantik sind stark überfischt, jene im Pazifik hingegen nicht gefährdet.

Generell scheint es also, dass Dosenthunfisch mit vergleichsweise gutem Gewissen gegessen werden könnte. Aber auch die Jagd nach den kleineren Arten, die hauptsächlich in Konserven ­landen, ist nicht unproblematisch. Trotz der bedrohlichen Situation gibt es bis heute keine geeigneten Maßnahmen, die eine nachhaltige Fischerei sicherstellen würden.

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Kommentare

  • Thunfisch-Ethik Report
    von Franz Wank am 15.11.2010 um 16:06
    Es ist furchtbar mit anzusehen, wie mit den Schleppnetzen tonnenweise sogenannter "Beifang" aus den Meeren gezogen und dann wieder im Meer entsorgt wird. Wann werden die geldgierigen Fischfangflottenbesitzer endlich merken, dass sie das gesamte Ökosystem durcheinander bringen. Erst wenn es zu spät ist? Sie sägen, wie so viele, auf dem Ast, auf dem die Menschheit sitzt! Dann werden sie merken, dass man Geld nicht essen kann!