KONSUMENT.AT - Vegetarische Lebensmittel - Kälberlab

Vegetarische Lebensmittel

Tierisch unterwegs

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KONSUMENT 2/2014 veröffentlicht: 30.01.2014

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Kälberlab

Lab ist ein Gerinnungsenzym. Es wird bei der Käseerzeugung zur Dicklegung der Milch eingesetzt und stammt nicht immer aus einem Kälbermagen. Es kann auch mithilfe gezüchteter oder gentechnisch veränderter Mikro­organismen hergestellt werden. Auch Lab aus pflanzlichen Quellen (Labkräuter) ist möglich. Auf verpacktem Käse erkennt man den Zusatz von Lab nicht.

Nur freiwillige Herkunfts- und Gentechnikangaben

Wo das Enzym herkommt und wie es hergestellt wurde, erfährt man nur, wenn der Hersteller es freiwillig angibt. Auch der Einsatz gentechnisch veränderter Mikro­organismen bei der Labgewinnung ist nicht kennzeichnungpflichtig. Kälberlab findet sich im Parmesan von Billa Corso, wo es nur als Lab in der Zutatenliste vorkommt.

"Lab", "Molkenpulver" und "Laktose"

Es steckt außerdem – undeklariert – im Obstgarten Erdbeere von Danone und im Sun Snack Mix, einer Knabberei von Sunsnacks, wo es sich in den Milchbestandteilen Molkenpulver und Laktose versteckt. Auf diese Idee muss man erst einmal kommen.

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Kommentare

  • Neu-Vegetarier und Familienfrieden
    von Wos_wor_mei_Leistung? am 17.02.2014 um 15:02
    Ich finde diese Untersuchung von Konsument gut, auch wenn ich ein Normalo bin und mich die tierischen Verunreinigungen nicht jucken(gutes Fleisch ist für mich super). Die Firmen sollen ehrlich sein und deklarieren, was drin ist. Punkt. - Angesichts von Massentierhaltung und Industrienahrung hätte ich durchaus wohlwollendes Verständnis für Vegetarier. Aber trotz des Verständnisses für die positiven Seiten vegetarischer Ernährung hab ich Vorbehalte – und die zählen schwerer. Essen ist etwas sehr Soziales. Seit ein Familienmitglied bei uns zum Vegetariertum mit veganer Schlagseite konvertiert ist, kochen zweieinhalb Personen in unserer viel zu kleinen Küche es gehen auch zweieinhalb Personen einkaufen. Das erzeugt Fehlkäufe und Verschwendung. Vegetarische Lebensmittel sind zudem teurer als die normalen (frisches Bio-Gemüse im Winter …). Es braucht beim Zubereiten von Speisen wesentlich mehr Können, Hirnschmalz und Zeit um Normal-Esser und Vegetarier an einem Tisch, bei einer Mahlzeit gleichermaßen zufriedenzustellen. Das ist eine echte Kunst. Wer hat das Können? Wer hat diese Zeit? Wer hat so viel Geld? - Ich finde: Vegetarier sein (und noch viel mehr Veganer) ist in unseren Breiten ein Zeichen von XXL-Luxus. Jeder Neu-Vegetarier in einer Familie zwingt den nicht-vegetarischen Teil in eine bestimmte Richtung. Solange man füreinander einkauft, füreinander kocht und miteinander isst, kann ein Vegetarier, der anders einkauft, anders kocht und anders isst - entsprechende Persönlichkeit vorausgesetzt - die anderen ganz schön terrorisieren. Denn viele Vegetarier (und noch viel mehr die Veganer) – so erlebe ich es – vertreten nicht nur ein bewährtes Ernährungskonzept sondern darüber hinaus einen Glauben, mit dem sie die Welt verbessern wollen. Die bessere Welt wäre ja super, aber der tägliche Stress vor dem Herd und am Tisch - ich weiß nicht. Die Normalos könnten in der Situation dann natürlich klein beigeben - panierte Blunze ade! - auch konvertieren, oder mit viel Zusatzaufwand parallel kaufen, parallel kochen, parallel essen. Aber da wedelt der Schwanz mit dem Hund. Wenn wir alle Vegetarier wären – so wie die Mehrheit in den mausarmen Ländern -, ja dann würde das Soziale wieder funktionieren. - Es geht auch anders: Bei einem entfernten Verwandten haben wir dessen Konversion zum Vegetarismus (aus gesundheitlichen Gründen) lange nicht bemerkt. Er hat das absolut unauffällig gemacht, einfach ein paar Dinge weggelassen, im Lokal anders bestellt. Fertig, wortlos, ohne zu missionieren. Vor so einem Vegetarier hab ich Respekt.
  • Zu "Plattenspieler" Kommentar vom 2.2. 14
    von Andrea Frick am 10.02.2014 um 15:42
    Auch wenn man aus religiösen Gründen auf tierische Produkte verzichtet, ist es für Vegetarier interessant zu wissen, was hinter anscheinend veganen Produkten steckt. Ein Fleischskandal interessiert dich wahrscheinlich mehr, was Vegetarier wieder kalt lässt! Von wegen Alltagsprodukten....
  • Ist das wichtig?
    von wienerwohnen am 10.02.2014 um 12:42
    Ich halte es für übertrieben wegen persönlicher Vorlieben - und was anderes ist es ja nicht wenn jemand vegetarisch oder gar vegan leben möchte - hier soviel aufhebens zu machen. Niemand wird von tierischen Produkten krank noch sind sie gesundheitsschädlich! Traurig genug wenn jemand Allergiker ist, dann sind genaue Bezeichnungen sinnvoll, aber es hier zum Thema zu machen ob Käse jetzt mit Kälberlab oder mit künstlich erzeugtem Lab hergestellt wird finde ich geradezu lächerlich! Kümmert euch lieber um richtige Schadstoffe im Essen, derer gibt es leider mehr als genug (Pestizide, usw.) das würde ich als weitaus sinnvoller empfinden!
  • Gottseidank keine anderen Probleme
    von plattenspieler am 02.02.2014 um 18:46
    Liebe Konsument-Redaktion. Meiner Meinung nach haben religiöse Anschauungen wie z.B. Vegetarismus in einem solchen Magazin nichts verloren. Bitte mehr Tests von Alltagsprodukten. Danke
  • Nachtrag
    von workingclasshero am 30.01.2014 um 15:57
    Auch Schärdinger hat viele Sorten mit mikrobiell erzeugtem Lab, darunter Grieskirchner, Gouda, Doret etc. Aber es gibt auch Sorten mit tierischem Lab! Auf der Schärdinger-HP gibt es eine Liste mit allen Sorten und der Angabe welches Lab verwendet wird.