KONSUMENT.AT - Skihelme - Skihelm muss gut passen

Skihelme

Riemen als Restrisiko

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KONSUMENT 12/2012 veröffentlicht: 29.11.2012

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Dennoch bleiben Mängel

Leider haben die Hersteller aber nicht in allen Punkten ihre Lektion gelernt. Nach wie vor zu bemängeln ist die Reißfestigkeit der Riemen. Abgesehen von vier Produkten (Atomic, Uvex, Wintex und Red) sind alle Kandidaten dringend verbesserungsbedürftig. Wie schon in den vorhergehenden Tests würde der Helm auch diesmal erst zu spät freigegeben, wenn es bei einem Unfall nötig wäre. Das ist nicht ungefährlich. Bleibt der Skifahrer nämlich mit dem Helm an einem fixen Gegenstand hängen, kann das zu schweren Verletzungen führen, wenn das Band zu spät reißt.

Für Kinder und Jugendliche ­gefährlich

Das ist insbesondere für Kinder und Jugendliche ­gefährlich. Weil es für Skihelme keine dies­bezügliche Norm gibt, haben wir die Norm für Schutzhelme herangezogen, wonach sich Helmriemen bei einer Belastung von 50 bis 100 Kilogramm öffnen müssten. Bei den ge­testeten Skihelmen haben wir jedoch Aus­lösewerte bis annähernd 160 Kilogramm ­gemessen.

Besser hören

Auch für Skifahrer ist es wichtig, die Umgebungsgeräusche wahrnehmen zu können. Das ist letztlich auch eine Sicherheitsfrage. Die Ohrschützer sollten daher möglichst schalldurchlässig sein, damit man das Pistengeschehen akustisch verfolgen kann. Wintex, Giro, Head und Cratoni sind in diesem Punkt problematisch, weil sie Außengeräusche stärker als andere Helme dämmen. So mancher Hersteller möchte die Skifahrer ­sogar noch zum Musikhören animieren, indem er Reißverschlüsse in die Ohrenschützer einbaut, die eine leichtere Verkabelung zulassen – keine besonders gut durchdachte Innovation.

Skihelm muss passen

Neben einem hohen Sicherheitsstandard ist vor allem die Passform das ausschlag­gebende Kriterium. Ob der Helm richtig sitzt oder nicht, lässt sich nicht sofort beurteilen. Wer ein Modell ausgewählt hat, es nur kurz probiert und sich noch schnell im Spiegel betrachtet, erlebt unter Umständen später eine böse Überraschung. Oft ist es nämlich so, dass ein Helm erst nach längerem Tragen seinen wahren Tragekomfort offenbart.

Probetragen ist nötig

So ist es durchaus möglich, dass ein anfäng­liches Engegefühl nach einiger Zeit verschwindet oder aber ein Helm, der scheinbar perfekt gepasst hat, nach ein paar Minuten zu drücken beginnt. Es ist daher immer ratsam, sich genügend Zeit zu nehmen. Schließlich wird dieser Helm viele Stunden täglich auf der Piste getragen.

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