KONSUMENT.AT - Unfallversicherungen bei Sportunfällen - Nichts verschweigen, Makler einschalten

Unfallversicherungen bei Sportunfällen

Versicherungsleistungen im Vergleich

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KONSUMENT 9/2013 veröffentlicht: 28.08.2013

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Vor Vertragsabschluss

Wer eine Unfallversicherung abschließen will, muss einen Antrag ausfüllen und Fragen zum Risiko ("erhebliche Gefahrenumstände") beantworten. Dabei will der Versicherer unter anderem wissen, welche Art von Sport der Kunde in spe betreibt. Diese Frage muss wahrheitsgemäß und umfassend beantwortet werden. Zählt ein "Kickerl" im Urlaub mit dem Sohn schon als Fußballsport? Ist Radrennfahrer, wer für den Weg zur Arbeit das Rad benutzt? Hier werden wohl Häufigkeit und Intensität entscheidend sein.

Wer schummelt hat keinen Schutz

Wer schummelt oder auf riskante Sportarten "vergisst", hat keinen Versicherungsschutz, wenn er bei einer angeblich gar nicht ausgeübten Sportart verunglückt. Dann zahlt der Versicherer nämlich nicht!

Makler bekommen oft günstigere Konditionen

Liegt der Antrag vor, entscheidet das Versicherungsunternehmen, ob und zu welchen Konditionen ein Vertrag abgeschlossen wird. Wie wir gesehen haben, urteilen die Versicherer hier sehr unterschiedlich. Wer unfallträchtige Sportarten betreibt, sollte daher Angebote bei unterschiedlichen Assekuranzen einholen. Hilfreich ist auch, einen unabhängigen Berater oder Versicherungsmakler einzuschalten. Er bekommt für seine Kunden oft günstigere Konditionen, als wenn man selbst ein Angebot einholt.

Änderungen im Freizeitverhalten bekannt geben

Wer bereits eine Unfallversicherung abgeschlossen hat, kann später nicht so ohne Weiteres mit einer unfallträchtigen Sportart beginnen. Denn ändert sich das Risikopotenzial des Freizeitverhaltens, ist dies dem Versicherer unverzüglich zu melden. Dann ist der Versicherer berechtigt, den Vertrag abzuändern, zum Beispiel die Prämie zu erhöhen oder einen Selbstbehalt einzuführen. Falls die neue Sportart nicht versichert werden kann, wird der Versicherer den Vertrag kündigen. Wie schon beim Antrag gilt: Schummeln nützt auf lange Sicht nichts. Hat man dem Versicherer risikoreiche Sportarten verschwiegen, zahlt dieser im Ernstfall nicht.

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