KONSUMENT.AT - Eigentumswohnung - Tipps zur Mietersuche

Eigentumswohnung

Mieter gesucht!

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KONSUMENT 8/2014 veröffentlicht: 24.07.2014

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Mietersuche

Es ist immer heikel, wenn Sie Ihre Eigentumswohnung an einen "Fremden" vermieten. Wird er die Miete pünktlich zahlen, die Wohnung in Ordnung halten, die Hausordnung einhalten etc.? Zwei Wege ­bieten sich an: Sie suchen selbst, zunächst am besten im Freundes- und Bekanntenkreis, unter Arbeitskollegen usw. Oder Sie bieten Ihre Wohnung über eine der vielen Immobi­lienplattformen und Gratisanzeigenblätter als "privater Vermieter" an. Hier müssen Sie einen Zeitaufwand zur Wohnungsbesichtigung einkalkulieren, lernen die Mietinteressenten dadurch aber auch früher kennen.

Immobilienmakler hinzuziehen

Die andere Möglichkeit ist, dass Sie einen Immobilienmakler mit der Mietersuche ­beauftragen. Für dessen Dienste müssen Sie wahrscheinlich eine Provision bezahlen, ­deren Höhe Verhandlungssache ist. Nur der Höchstbetrag ist gesetzlich begrenzt: Er ­beträgt drei Bruttomonatsmieten zuzüglich 20 % Umsatzsteuer. Berechnungsgrundlage ist die Summe aus Hauptmietzins und Betriebskosten.

Einkommenssituation ermitteln

Sie können einem Mietinteressenten natürlich die verschiedensten Fragen stellen – ob er sie (wahrheitsgemäß) beantwortet, ist ­eine andere Sache. Sinnvoll ist sicher, die Einkommenssituation des Interessenten zu erheben. Dazu eignet sich eine Lohnbestätigung oder der Einkommensteuerbescheid. Allerdings kann auch hier niemand garantieren, dass sich die Einkommenssituation nicht im nächsten halben Jahr ändert. Ebenfalls zu empfehlen ist jedenfalls, die Kopie eines amtlichen Ausweises wie Reisepass oder Personalausweis zu fordern.

Wohnungszustand genau dokumentieren

Es ist empfehlenswert, den Zustand der Wohnung und allfälliger Einrichtungs­gegenstände möglichst wahrheitsgetreu festzuhalten und zu dokumentieren (Fotos etc.). Es hilft Ihnen nichts, wenn Sie in den Mietvertrag schreiben, alle Einrichtungs­gegenstände und Möbel seien "neuwertig", wenn Sie sie bereits vor fünf Jahren angeschafft und seither genutzt haben. Diese ­Beschreibung (Inventarliste) sollten Sie auch Ihrem Mieter geben oder sie – noch besser – gemeinsam mit ihm erstellen.

Um die Sicherheit der elektrischen Anlage der Wohnung zu gewährleisten, sieht die Elektrotechnikverordnung bestimmte Mindeststandards vor. Zum Nachweis der Erfüllung dieses Mindeststandards der Elektro­installation ist dem Mieter bei Mietbeginn die Dokumentation eines Elektrotechnikers zu übergeben.

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Kommentare

  • Vollanwendung des MRG bei geförderten Eigentumswohnungen?
    von Mag Zirnig am 18.08.2021 um 23:28
    Ihre Aussage "Wurden für die Errichtung [von Eigentumswohnungen] Förderungsmittel nach dem Wohnhaus-Wiederaufbaugesetz oder dem Wohnbauförderungsgesetz 1968 aufgenommen, gilt bei einer Vermietung das Mietrechtsgesetz zur Gänze.", die sich auch im Ratgeber "Fair (ver)mieten" findet, steht im Widerspruch zu §1, Abs.4, Z3 MRG, der besagt, dass "Mietgegenstände, die im Wohnungseigentum stehen" und in Gebäuden liegen, die nach dem 8.5.1945 baubewilligt wurden, das MRG nur teilweise gilt. Nach diesem MRG-Paragraphen ist es bei Eigentumswohnungen irrelevant, ob das dazugehörige Gebäude gefördert oder ungefördert errichtet wurde.

    Aufgrund welcher rechtlichen Bestimmungen oder OGH-Urteile kommen Sie zur gegenteiligen Rechtsauffassung?