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Ratenkauf: Schritte in die Schuldenfalle

Teures Vergnügen

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Konsument 12/2008 veröffentlicht: 11.11.2008, aktualisiert: 21.11.2008

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Gesetzesvorgaben eingehalten

Der Konkurrenzkampf im Handel ist hart, jeder Cent hart umkämpft. Wahrschein­lich auch deshalb haben von den 16 getes­teten Unternehmen nur sieben (Niedermeyer, Ikea, Möbel Ludwig, XXXLutz, Möbelix, Mömax und Neckermann) die Zeit gefunden, unsere Fragen vollständig zu beantworten. Der Zeitdruck schlägt sich bis auf die Homepage durch: Nur drei Firmen halten sich mit Angaben zum nominellen Zinssatz auf, nicht einmal die Hälfte nennt den Effektivzinssatz. Mag sein, dass das „eh keiner liest“; nach unserer Einschätzung darf diese Information für die steigende Zahl an Online-Bestellern aber nicht fehlen!

25.000 Euro Obergrenze

Während es bei den Informationen noch etwas hapert, hielten sich sämtliche Unternehmen absolut korrekt an die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Kauf auf Raten. So muss bei jedem Ratenkauf eine Anzahlung geleistet werden: bei Beträgen unter 220 Euro mindestens 10 Prozent, darüber mindestens 20 Prozent. Manche Anbieter verlangen (zu ihrer eigenen Sicherheit, vielleicht auch zu der ihrer Kunden) sogar 30 Prozent des Verkaufspreises. Da ziel- und wahllosen Ratenkäufen erfahrungsgemäß oft der Absturz in die Verschuldung folgt, hat der Gesetzgeber außerdem mit maximal 25.000 Euro eine Obergrenze für Teilzahlungen festgelegt.

Maximal 5 Jahre Laufzeit

Auch hinsichtlich der Laufzeit gibt das Konsumentenschutzgesetz ein klares Limit vor: Teilzahlungsvereinbarungen können nur über höchstens fünf Jahre abgeschlossen werden. Auch hier lagen alle untersuchten Handelsunternehmen – mit unterschied­lichen Laufzeitmodellen – im Rahmen der gesetzlichen Frist.

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