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Das Gericht hat entschieden

Konsument 11/1999

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Konsument 11/1999 veröffentlicht: 01.11.1999

Inhalt

Schlankheitsstudios: Immer wieder Figurella

Ein Vertrag wurde erfolgreich wegen Irrtums angefochten.

Frau Höller wollte abnehmen und hatte bei Figurella einen Behandlungsvertrag unterschrieben. Dabei kam auch Frau Höllers Venenleiden zur Sprache. Die Figurella-Dame meinte, dass die Behandlung – eine Kombination von Wärme und Gymnastik – trotzdem durchgeführt werden könnte. Nun aber ist Wärme für Venenleidende Gift. Frau Höller verzichtete auf die Behandlung. Figurella wollte dennoch das Honorar und ging vor Gericht. Doch Frau Höller gewann das Verfahren mit Unterstützung der AK Salzburg. Das Berufungsgericht verwies auf mehrere ähnliche Entscheidungen gegen Figurella und hielt fest, daß Figurella die vorvertragliche Pflicht treffe, den Vertragspartner nicht in Irrtum zu führen. Diese Pflicht wurde verletzt: Denn Frau Höller wurde nicht über mögliche gesundheitliche Risken aufgeklärt, auch wurde ihr nicht empfohlen, den Rat eines Arztes einzuholen.

LG Salzburg 20. 4. 1998, 53 R 59/98b.

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