KONSUMENT.AT - Getönte Tagescremen - Weniger Deckkraft als Make-up

Getönte Tagescremen

Für Make-up-Muffel

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KONSUMENT 2/2012 veröffentlicht: 26.01.2012, aktualisiert: 30.01.2012

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Ohne Nachschminken

Zusätzlich zu den Probandinnen waren im Praxistest noch einige Profitesterinnen am Werk. Sie trugen die Cremen jeweils einmal auf und beurteilten danach nicht nur das ­Aussehen und das Hautgefühl, sondern auch die Haltbarkeit der Tönung. Ergebnis: Einen Arbeitstag lang kommt man demnach ­meistens ohne Nachschminken aus. Auch am Entnehmen, der Konsistenz und Verteilbarkeit – kurz: an der Anwendung der Cremen – gab es nur wenig zu bekritteln. Probandinnen und Profitesterinnen beurteilten die meisten Cremen als angenehm, Nivea Visage und Olaz Complete sogar als sehr gut anzuwenden.

Weniger Deckkraft als Make-up

Bei den geprüften Cremen sorgen ähnlich wie bei Make-up Farbpigmente (meistens ­Eisenoxid) für die Tönung. Die Pigmentdichte der getönten Cremen und daraus resultierend ihre Deckkraft ist aber geringer als die von Make-up. Wer ein unproblematisches Hautbild hat, hat die besten Voraussetzungen, mit einer getönten Creme makellos und natürlich-frisch auszusehen. Unregelmäßigkeiten oder kleine Pickel können mit einer getönten Creme alleine allerdings nur begrenzt versteckt werden. Wer problematische Hautstellen hat, kann sie vor dem Cremen mit einem Abdeckstift kaschieren. Reicht das nicht aus, bleibt nur der Griff zu einem ­Make-up mit höherer Deckkraft.

Farbton nur Orientierungshilfe

Die meisten getönten Tagescremen werden in unterschiedlichen Farbnuancen angeboten. Müller/Terra Naturi Getönte Tagescreme Cranberry & Sesam und Dr. Hauschka Tönungs ­Pflegecreme gibt es jeweils nur in einem Farbton. Welche Farbnuance zu ihrer Hautfarbe passt, können Sie nur durch Probieren herausfinden. Der auf manchen Packungen angezeigte Farbton ist lediglich eine grobe Orientierungshilfe. Die Creme kann in Ihrem Gesicht ganz anders aussehen.

In gut geführten Geschäften sind für die ­Kunden Test-Tuben bereit gestellt. Selbst wenn es Ihnen umständlich vorkommen sollte: Wenn Sie wissen wollen, ob eine Tönung passt, müssen Sie die Creme im Gesicht auftragen, nicht auf dem Handrücken. Der Handrücken hat meistens einen anderen natür­lichen Hautton als das Gesicht. Prüfen Sie die Farbe nicht im Geschäft, sondern vor der Tür, am besten bei Tageslicht. Wählen Sie auch besser einen Farbton aus, der eine Spur heller ist als Ihr Teint. Das wirkt natürlicher.

Lichtschutzfilter zweifelhaft

Wenn Sie eine getönte Tagescreme quasi nur als „leichtes“ Make-up verwenden und auf Ihre gewohnte Tagescreme nicht verzichten wollen: Es spricht nichts dagegen, „Ihre“ Creme unter der getönten zu verwenden. Etliche getönte Gesichtscremen enthalten übrigens auch ­Lichtschutzfilter, um die Haut vor der Sonne zu schützen. Die ausgelobten Lichtschutzfak­toren reichen von 6 bis 20. Damit ein Sonnenschutzmittel den ausgelobten Lichtschutz­faktor liefern kann, muss es großzügig aufgetragen werden. Experten betonen immer wieder: Beim Auftragen von Sonnenschutzmitteln darf nicht gegeizt werden, nur viel hilft viel. Für getönte Gesichtscremen mit Lichtschutzfaktor gilt dasselbe: Um den ausgelobten Lichtschutzfaktor tatsächlich zu erreichen, muss die Creme dick aufgetragen werden, was bei solchen ­Produkten aber wohl kaum jemand macht. Wer sich gut vor zu viel Sonne schützen will, verwendet besser ein richtiges Sonnenschutzmittel unter der getönten Tagescreme.

Nur im Gesicht anwenden

Zuletzt noch ein Tipp: Tragen Sie getönte Tagescremen nur im Gesicht auf, lassen Sie den Hals frei. Die Wahrscheinlichkeit, dass die getönte Creme auf dem Kragen Farbspuren hinterlässt, ist hoch. Um den Übergang zwischen aufge­tragener Creme und natürlicher Hauttönung zu kaschieren, wischen Sie am besten mit einem feuchten Schwämmchen über die Kinnlinie.

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