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Medikamente: Rezeptfreie Augentropfen

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Konsument 7/2008 veröffentlicht: 26.06.2008

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Abgase, Zigarettenrauch, Zugluft, Ozon

Trockene Augen sind aber nicht nur ein natürlich auftretendes Phänomen. Die wichtigsten Auslöser sind Umwelteinflüsse wie trockene Raumluft – etwa durch Klimaanlagen –, Abgase, Zigarettenrauch, Zugluft, die Ozonbelastung oder lange Bildschirmarbeit. Die mangelnde Bildung von Tränenflüssigkeit kann allerdings auch auf eine unzureichend korrigierte Fehlsichtigkeit, Kontaktlinsen oder eine Erkrankung zurückzuführen sein.

Diabetiker, Rheumakranke und Allergiker

Besonders betroffen sind Diabetiker, Rheumakranke und Allergiker. Probleme können allerdings auch bestimmte Medikamente (beispielsweise Schlafmittel, Antidepressiva, Augenpräparate oder auch die Antibabypille) verursachen. Keinerlei wissenschaftliche Belege finden sich hingegen für einen angeblichen Zusammenhang zwischen „falscher“ Ernährung und dem Trockene-Augen-Syndrom.

Falsche Therapie: chronische Schädigung der Hornhaut

Wie bei einer Bindehautentzündung sollten auch bei trockenen Augen die Ursachen durch den Arzt abgeklärt werden. Durch eine falsche Therapie drohen eine chronische Schädigung der Hornhaut und eine dauerhafte Beeinträchtigung des Sehvermögens. Häufig ist der Einsatz von Arzneimitteln erforderlich.

Neben rezeptpflichtigen Präparaten sind (sowohl gegen Bindehautentzündung als auch gegen trockene Augen) auch einige frei verkäufliche Medikamente (OTC) auf dem Markt. Wir haben in unserem Test zwölf OTC-Präparate zur Behandlung trockener Augen sowie alle drei derzeit in Österreich erhältlichen OTC-Mittel zur Behandlung von Bindehautentzündungen unter die Lupe genommen.

Medikamente gegen trockene Augen

Als Wirkstoffe bei trockenen Augen werden verschiedene Filmbildner eingesetzt, die das Sehorgan mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen sollen. Die Präparate sind nur zur kurzfristigen Behandlung (maximal eine Woche) vorübergehender Beschwerden geeignet. Die verschiedenen Filmbildner unterscheiden sich vor allem dadurch, wie lange sie am Auge verbleiben. Davon hängt auch die Häufigkeit der Applikation ab. Polyvinylalkohol haftet nur sehr kurz am Auge, Polyvidon verfügt über eine mittlere und Hydroxypropylmethylcellulose über eine längere Haftdauer am Auge.

Als geeignet beurteilen wir die konservierungsmittelfreien Präparate Oculect Fluid Einmalaugentropfen und Protagent Einmalaugentropfen mit dem Wirkstoff Polyvidon sowie Artelac Edo Einmalaugentropfen und Prosicca sine Einmalaugentropfen, die als Wirkstoff Hydroxypropylmethylcellulose enthalten.

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