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Zahnfüllungen

Von Gold bis Amalgam

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Konsument 2/2004 veröffentlicht: 14.01.2004

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Vielen anderen, neuen Füllungsmaterialien ist gemeinsam, dass die Zahnmedizin wenig Langzeiterfahrung mit ihnen hat und dass die Verarbeitung viel aufwendiger und damit teurer ist als die von Amalgam.

Ausleiten und „mobilisieren“

Manche Ärzte bieten an, Quecksilber (Hg) mit so genannten Chelatbildnern (zum Beispiel EDTA, DMPS oder DMSA) aus dem Körper auszuleiten („mobilisieren“). Das ist umstritten. Es ist erwiesen, dass diese Medikamente die Ausscheidung von Quecksilber in Gang setzen. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Hg-Belastung die vermuteten Störungen verursacht hat und dass die Beschwerden durch die Entgiftung verschwinden. Überdies wirken die zur Ausleitung benutzten Medikamente nicht im wichtigsten Zielorgan, dem Gehirn. Bei der Ausleitung von Quecksilber aus dem Körper werden gleichzeitig auch viele andere – für den Körper nützliche und notwendige – Metallverbindungen ausgeschwemmt. Seriöse Mediziner warnen deshalb vor solchen Praktiken, wenn sie nicht von erfahrenen Fachleuten angewendet werden.

Kunststoff schrumpft

Komposite: Immer mehr Patienten wünschen diese zahnfarbenen Kunststoff-Füllungen. Sie sind stabil und belastbar und kommen vor allem im vorderen Zahnbereich zum Einsatz (bei kleinen und mittelgroßen Defekten auch bei Backenzähnen). Die Zahnärzte müssen das Material mit der aufwendigen Adhäsivtechnik (Ätz-Klebe-Technik) im Zahn verankern. Komposite sind vor allem zur Erstversorgung geeignet. Das Material schrumpft bei der Verarbeitung. Dadurch kann ein Randspalt zwischen Zahn und Füllung entstehen, was erneut zu Karies führt (Sekundärkaries). Gesundheitsrisiken durch austretende Inhaltstoffe sind wissenschaftlich noch nicht geklärt, allerdings treten zunehmend Allergien auf.

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