KONSUMENT.AT - Berger Putenschinken - Reaktionen

Berger Putenschinken

Verwirrend

Seite 2 von 2

veröffentlicht: 19.03.2012

Inhalt

Reaktionen

Was Berger dazu sagt, dass bei der Herkunft der Rohstoffe seines Schinkens einiges im Dunkeln bleibt.

„Vorerst dürfen wir festhalten, dass das Produkt den derzeit gültigen Rechtsvorschriften, insbesondere auch im Hinblick auf die Kennzeichnung, entspricht. Allerdings erhält die von Ihnen zitierte Konsumentin unsere Zustimmung, dass die derzeitige rechtliche Regelung betreffend Kennzeichnung nicht als zufriedenstellend anzusehen ist. Hier sind wir als Hersteller jedoch stark von den üblichen Gepflogenheiten und Rahmenbedingungen abhängig, nach denen auch unsere Mitbewerber agieren.

Im Zusammenspiel von Herstellern, Kunden (LEH) und Konsumenten sind oft auch die Verfügbarkeit der Rohstoffe und deren Einkaufs- sowie die erzielbaren Verkaufspreise Kriterien an denen sich ein Unternehmen im freien Markt orientieren muss, um konkurrenzfähige Produkte anbieten zu können. Daher greifen wir im Fall unserer Geflügelprodukte auf Rohstoff mit der Herkunft aus anderen Ländern zurück.

Für die unterschiedlichen Länderangaben in italienisch und deutsch dürfen wir uns entschuldigen. Dieser Fehler passierte durch eine Unachtsamkeit bei der Texteingabe durch einen unserer Mitarbeiter. Zwischenzeitlich wurde auch die Anzahl unserer Lieferanten reduziert, und das derzeit für unsere Putenprodukte verwendete Fleisch stammt aus den Ländern Ungarn und Polen. Parallel dazu hat unser Rohstoffeinkauf auch österreichische Lieferanten kontaktiert, um Preise und Verfügbarkeit zu prüfen um auch auf Putenfleisch aus Österreich zugreifen zu können.

Bei dem von Ihnen ebenfalls angesprochenen „Wellness-Schinkenaufschnitt“ wurden im Zuge der letzten Etikettenüberarbeitung die Ursprungsländer ebenfalls im deutschen Text ergänzt. Somit sind bei allen von uns produzierten Putenartikeln die Ursprungsländer des Rohfleisches sowohl in Italienisch als auch in Deutsch auf den Etiketten angeführt.

Der Umstand, dass die Herkunft des Rohstoffes nur im italienischen Teil des Textes zu finden ist beruht darauf, dass wir dieses Produkt auch in Italien vermarkten, und das italienische Kennzeichnungsrecht die Herkunftsangabe vorschreibt. In diesem Zusammenhang dürfen wir jedoch auch anmerken, dass die FLEISCHWAREN BERGER bereits seit 2009 verschiedene Produkte unter dem „AMA-Gütesiegel Fleischwaren“ herstellt, bei denen der Rohstoff Fleisch zu 100% von Tieren stammt, die in Österreich geboren, gemästet, geschlachtet und verarbeitet wurden.

Unabhängig davon hat die FLEISCHWAREN BERGER unter der Marke „Regional/Optimal“ bereits im Jahr 2008 ein Schweinemastprogramm ins Leben gerufen, bei dem es im speziellen um die Vermeidung langer Transportwege, Verzicht auf Futtermittel aus Südamerika und um gentechnikfreie Futtermittel geht. Außerhalb von „BIO“ war das das erste „gentechnikfrei“ produzierte Schweinefleisch in Österreich.

Die FLEISCHWAREN BERGER wird auch künftig alles daran setzen, nach Möglichkeit Rohstoffe aus Österreich einzusetzen und befürwortet in diesem Zusammenhang auch die verpflichtende Herkunftsangabe der Rohstoffe bei Lebensmitteln.“

Fleischwaren Berger
14. März 2012


Wir meinen: Wir sind auch für die verpflichtende Angabe der Herkunft von Rohstoffen. Und gegen das Spiel mit den österreichischen Nationalfarben. Und zwar nicht nur bei Berger, sondern auch bei allen anderen, die ebenso auf der Verpackung etwas versprechen, was der Inhalt nicht erfüllt.

Inhalt

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
26 Stimmen