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Bio-Gütezeichen

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Konsument 6/2004 veröffentlicht: 18.05.2004, aktualisiert: 04.06.2004

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Stärkere Zusammenarbeit

Die ersten Bio-Verbände entstanden vor allem, um einander innerhalb der Gruppen beizustehen, Erfahrungen auszutauschen und interne Regeln zu erstellen. Anfang der 80er-Jahre begann das Kundeninteresse an biologisch erzeugten Lebensmitteln zu wachsen, die (europaweit) ersten Regelungen zu diesem Thema im Lebensmittelcodex wurden aber erst 1983 geschaffen. Die Außenwirkung der Verbände und damit auch ihrer ersten Markenzeichen war also wichtig, um den Konsumenten Hilfe bei der Unterscheidung zwischen Bio und Bioschwindel zu bieten.

Strenge interne Kontrolle

Gerade aufgrund der vielen Anbieter von pseudobiologischer Ware setzten die Verbände damals auf strenge interne Kontrollen, um schwarze Schafe rasch entdecken und ausschließen zu können. Parallel dazu machten Landwirte die Erfahrung, dass größere Vereinigungen auch Vorteile bei Vermarktung, Öffentlichkeitsarbeit und politischen Verhandlungen boten. Mit dem Beitritt zur EU wurde die EU-Bio-Verordnung 2092/91 übernommen, die verbandsinternen Kontrollen wurden um solche externer Prüfstellen ergänzt.

EU-Regeln dominieren

Eigene österreichische Regelungen gibt es nur mehr für von der EU nicht erfasste Bereiche wie etwa Fischzucht oder Wildtierhaltung. Um der inzwischen stark gewachsenen Vielfalt ein allgemein gültiges Zeichen entgegenzusetzen, wurde das AMA Biosiegel geschaffen, das allen biologisch wirtschaftenden Betrieben zusteht, egal ob sie einem Verband angehören oder nicht. Als der Bio-Markt immer attraktiver wurde, stiegen auch Handel und Industrie massiv ein, weitere Logos entstanden.

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