KONSUMENT.AT - Nachhaltige Veränderung - Ökosoziale Steuerreform

Nachhaltige Veränderung

Projekt Weltrettung

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KONSUMENT 9/2019 veröffentlicht: 29.08.2019

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Ökosoziale Steuerreform

„Durch eine Änderung unseres Lebensstils bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen könnten wir den Ausstoß von Treibhausgasen um etwa 25 Prozent reduzieren“, sagt Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb. „Erst wenn die Rahmenbedingungen bewirken, dass klimafreundliches Handeln einfacher und billiger ist als klimaschädliches, können wir mehr erreichen.“

Dies sei in Form einer ökosozialen Steuerreform möglich, die Ressourcen, insbesondere fossile Energieträger, höher besteuert und Arbeit entlastet, so Kromp-Kolb. „Zugleich müssen die eingenommenen Steuern auf transparente Weise dem Klimaschutz und besonders Betroffenen zugutekommen.“

Die Wirksamkeit von gezieltem oder strategischem Konsum zum Zweck der Weltrettung ist ohnehin nicht unumstritten. Das liegt auch daran, dass es mit der Absicht, den eigenen Lebenswandel grundlegend zu ändern, oft nicht weit her ist.

Beispiel für wirksamen Konsumentenboykott

Eines der bekanntesten Beispiele für einen wirksamen Konsumentenboykott war der Protest gegen die geplante Versenkung der Ölplattform Brent Spar der Firma Shell im Jahr 1995. Tausende von Autofahrern boykottierten daraufhin Shell-Tankstellen – und tankten stattdessen bei Esso oder BP. Dass Ölförderung fast immer unter riskanten und umweltschädlichen Bedingungen stattfindet, ging in der allgemeinen Empörung unter. Auf die Idee, ihr Auto einfach mal stehen zu lassen, kamen die meisten Empörten dabei nicht.

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