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Online-Shopping Extra

Was tun, wenn es Ärger gibt?

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veröffentlicht: 10.08.2006, aktualisiert: 30.01.2018

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Zoll und Zusatzspesen

Shoppen in den USA

Wenn Sie online in den USA einkaufen, müssen Sie sich klar sein, dass dies Risiken in sich birgt. Erstens gelten in den USA andere Gesetze. Zweitens müssen Sie mit Forderungen des Zolls rechnen (z.B Einfuhrumsatzsteuer). Letzteres gilt auch für alle Nicht-EU-Länder. Es könnte Ihnen eine saftige Nachbesteuerung blühen.

Wir empfehlen vor einem Kauf Informationen beim Bundesministerium für Finanzen einzuholen und abzuklären, ob für Ihre Bestellung weitere Gebühren anfallen würden. Hilfreiche Hinweise finden Sie auf folgender Seite: https://www.bmf.gv.at/zoll/post-internet/internet-shopping.html

Shoppen in Asien

Hier gilt, was auch für die USA gilt. Besonders oft fallen Konsumenten auf die Nase, wenn Sie scheinbar hochwertige Produkte zu extrem niedrigen Preisen in Billiglohnländern kaufen. Der Zoll prüft diese Sendungen ganz besonders genau auf gefälschte Markenprodukte (z.B. billige Rolex aus China, Stichwort Markenpiraterie).

Wenn Sie Pech haben ist das Geld weg und der Zoll vernichtet die Ware. Im schlimmsten Fall klagt Sie der Markenhersteller, der die Rechte an der Originalware hat. Dann werden vermutlich Anwaltskosten auf Sie zukommen.

Ferner kann die Finanzstrafbehörde bei Fahrlässigkeit des Konsumenten eine Strafe verhängen. Fahrlässigkeit besteht dann, wenn dem Konsumenten aufgrund des geringen Preises im Vergleich zur Originalware bewußt sein musste, dass das gekaufte Produkt eine Fälschung ist.

In den meisten Fällen wird es daher sinnvoller sein, wenn Sie sich nicht in behördliche Verfahren verwickeln, der Vernichtung der Ware zuzustimmen und im Falle einer Kreditkartenzahlung versuchen, die Abbuchung mit Hilfe des Kreditkartenunternehmens rückbuchen zu lassen (sog. Charge Back).

Einfuhr gefälschter Markenware nach einer Reise

Wenn Sie Waren zum persönlichen Gebrauch – vorausgesetzt, es handelt sich nicht um Medikamente, die dem Arzneiwareneinfuhrgesetz unterliegen –  in Ihrem Reisegepäck mit sich führen, dürfen diese nicht beschlagnahmt werden, sofern deren Gesamtpreis bei Flugreisenden € 430,-, bei anderen Reisenden € 300,- nicht übersteigt.
 
Nur wenn die Zollbehörden zum Verdacht gelangen, dass Sie diese Waren in Wahrheit weiterverkaufen (z.B. zehn angebliche Marken-Geldbörsen in Ihrem Koffer), kann die Behörde diese doch anhalten. In dem Fall hat auch der Rechteinhaber Anspruch auf Unterlassung, Beseitigung und angemessenes Entgelt. Das kann für Sie sehr teuer werden.

Achtung vor Strafen im Urlaubsland

Diese Regelung sollte jedoch nicht dazu führen, dass Sie als Tourist beim, zB günstigen Strandhändler, munter drauf los kaufen. Denn abgesehen von der oben dargelegten österreichischen Rechtslage hinsichtlich einer Einfuhr gefälschter Markenwaren bei der Rückkehr vom Urlaub, gilt hier stets auch das nationale Recht jenes Staates, in dem Sie Ihren Urlaub verbringen. In einigen Ländern ist es verboten gefälschte Markenware zu kaufen. Auch wenn Sie der österreichische Zoll aufgrund einer einzelnen gefälschten Handtasche nicht anhalten könnte, so haben die Behörden vor Ort dennoch die Möglichkeit, eine Verwaltungsstrafe über Sie zu verhängen.

Zigaretten

Zigaretten dürfen nicht per Internet angeboten und nach Österreich verschickt werden – auch wenn andere Websites das Gegenteil behaupten.

Preis und Zusatzspesen prüfen

Der Preis muss deutlich angegeben sein. Er muss alle bekannten Gebühren, Abgaben und Steuern beinhalten (Preisauszeichnungsgesetz sowie Fernabsatzgesetz), nicht aber eventuelle Einfuhr- oder Zollgebühren. Alles andere ist "unlauterer Wettbewerb". Da an den niedrigen Produktpreisen in manchen Fällen nur mehr wenig zu verdienen ist, versuchen manche Händler mittels Zusatzspesen (z.B. hohe Versandkosten) die Spanne zu erhöhen. Die Zusatzspesen können in Summe happig sein:

  • Wechselkursgebühren (bei Nicht-Euro-Ländern)
  • Steuern
  • Transportversicherung
  • Versandkosten
  • Verpackung
  • Zoll

Erkundigen Sie sich nach den Zahlungsmöglichkeiten

Prüfen Sie stets, welche Zahlungsmöglichkeiten es gibt. Geben Sie in E-Mails Ihre Kreditkartennummer oder Bankverbindung nicht an.

Kaufen Sie nur über eine gesicherte Verbindung

Achten Sie auf das geschlossene Vorhängeschloss im Browser-Fenster. Eine gesicherte Verbindung erkennen Sie auch an der Bezeichnung https:// in der Adresszeile des Browsers - das "s" steht für "secure", also "sicher". Der Browser Firefox färbt bei einer gesicherten Verbindung die Adresszeile gelb ein. Der Internet Explorer weist durch ein Pop-up-Fenster darauf hin. Bei manchen Anbietern ändert sich auch die URL (die Adresszeile). Aus www.xyz.com  wird www1, www2 oder dergleichen, sobald der Kaufprozess beginnt.

Vermeiden Sie Vorauskasse

Viele Unternehmen versuchen, vom Kunden erst das Geld zu erhalten und dann die Ware zu liefern. Verständlich: Das Geld zu haben ist allemal besser, als ihm hinterher zu laufen – daher Vorauskasse. Ihnen als Konsument raten wir: Vermeiden Sie Vorauskasse bei Unbekannten oder unseriösen Webshops. Wenn es Probleme gibt, sind Sie in der schwächeren Position.

Uns erreichen regelmäßig zahlreiche Beschwerden über Online-Shops, bei dem der Kunde zuerst zahlen muss. Betroffene Kunden beanstandeten: Der Verkäufer liefere nichts, liefere erst sehr spät oder eine andere Ware und reagierte auf Rückforderungen spät oder gar nicht ...

Weitere Informationen finden Sie auf: http://europakonsument.at/de/content/online-shopping

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