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Thunfisch aus der Dose: Herkunft

Nur Thun

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KONSUMENT 4/2016 veröffentlicht: 23.03.2016

Inhalt

Herkunfts-Test: Thunfisch aus der Dose schmeckt in Saucen, Salaten, ­Sandwiches und Wraps ... Aber steckt in den Konserven ­wirklich drin, was außen draufsteht?

Die Herkunft folgender Thunfisch-Konserven wurde getestet:

Thunfisch Naturell

  • Almare Thunfisch Filets
  • Almare Weißer Thunfisch
  • Billa Thunfischfilets
  • Callipo Tonno al Naturale
  • Clever Thunfisch natur
  • Connétable Weißer Thunfisch
  • Followfisch Thunfischfilets
  • Fontaine Thunfisch-Filet
  • John West Thunfisch
  • Merkur Immer gut Thunfisch Filets
  • Nixe Thunfischfilets
  • Penny Thunfisch
  • Rio mare Tonno al Naturale
  • S Budget Thunfischstücke Natur
  • Spar Premium Thunfischfilets Albacore
  • Spar Thunfisch
  • Vier Diamanten Thunfisch Naturell

Thunfischaufstrich

  • Argeta Thunfisch
  • Inzersdorfer Thunfisch Aufstrich
  • Rio mare Paté Tonno

Die Testtabellen enthalten Infos zu: DNA-Analyse (Steckt drinnen, was draufsteht?), Nährwertangaben, Herstellerangaben (Fanggebiet, Fangmethode, Produktionsort, Gütesiegel), u.a.

Hier der Testbericht:


Echter Bonito, Gelbflossenthun und Weißer Thun

Als Dosenware werden vor allem drei Thunfischarten verkauft: Echter Bonito (Skipjack-Thunfisch), Gelbflossenthun und Weißer Thun:

  • Die Bestände von Echtem Bonito sind im Pazifik stabil, im Atlantik überfischt.
  • Die Bestände von Gelbflossenthun werden großteils als gefährdet gesehen.
  • Weißer Thun wurde von der Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of ­Nature) auf die Rote Liste der bedrohten Tierarten gesetzt.

Es gibt aber auch Konserven mit MSC-Siegel (Marine Stewardship Council). Dieses Label ist ein wichtiges Gütesiegel für nachhaltige Fischprodukte.

Umweltfeindliche Fangmethoden

Die umweltfreundlichste und selektivste Art, Thunfisch zu fangen, ist das Angeln mit Rute und Leine (Pole & Line). Meistens werden aber andere Methoden angewandt: Mit riesigen Ringwadennetzen werden ganze Thunfischschwärme aus dem Meer gezogen. Diese Netze werden oft mit künstlichen Plattformen, sogenannten Fischsammlern (FADs), eingesetzt.

Thunfische (auch solche überfischter Arten), Haie oder auch Schildkröten suchen im Schatten der Fischsammler gerne Schutz und werden dann mit der Ringwade abgefischt. Bei der industriellen Langleinenfischerei ist der Beifang ebenfalls groß. An den bis zu 100 Kilometer langen, köderbestückten Leinen sterben neben Thunfischen auch viele andere Meerestiere.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Almare Thunfisch Filets, Almare Weißer Thunfisch, Billa Thunfischfilets, Callipo Tonno al Naturale, Clever Thunfisch natur, Connétable Weißer Thunfisch, Followfish Thunfischfilets, Fontaine Thunfisch-Filet Echter Bonito, John West Thunfisch, Merkur Immer gut Thunfisch Filets, Nixe Thunfischfilets, Penny Thunfisch, Rio mare Tonno al Naturale, S Budget Thunfischstücke Natur, Spar Thunfisch, Spar Premium Thunfischfilets Albacore, Vier Diamanten Thunfisch Naturell, Argeta Thunfisch, Inzersdorfer Thunfisch Aufstrich, Rio mare Paté Tonno

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
2 Stimmen

Kommentare

  • Nachhaltig?
    von Mag Zirnig am 25.04.2021 um 21:17
    Der Dokumentarfilm „Seapiracy“ zeigt sehr schön auf, dass es heutzutage keinen nachhaltigen Fischfang gibt, der den Weg auf unsere Teller findet. Er erläutert. wie der industrielle Fischfang das Klima, die traditionelle Fischerei an der Küste Westafrikas und die Gesundheit schädigt(Ebolaausbruch, Mikroplastik, Schadstoffe). Die gesunden Omega-3-Fettsäuren im Fisch (die im Übrigen von Algen stammen, die die Fische zu sich nehmen) werden durch gleichzeitig aufgenommene Schadstoffe ad absurdum geführt. Das MSC-Siegel ist ein Marketinggag: was auf hoher See passiert, wird nicht kontrolliert und die Organisation kassiert Milliarden an Lizenzeinnahmen für das Siegel. Die einzige Möglichkeit, beim Fisch etwas für die eigene Gesundheit und die Umwelt zu tun, ist wenig oder keinen zu essen.
  • Untersuchung auf Strahlung wäre interessant gewesen
    von zip2000 am 23.03.2016 um 15:16
    Eine Untersuchung auf evtl. Radioaktivität im Zusammenhang mit der Nuklearkatastrophe von Fukushima (2011) wäre auch höchst interessant gewesen...